Moose (Quelle: rbb)
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wahre Überlebenskünstler im Gartenreich - Moose

Moose wachsen dort, wo andere Pflanzen sterben. Ihr Erfolgsrezept ist ihre Winzigkeit. Ihre Heimat ist die schmale Grenzschicht auf lebensfeindlichen Oberflächen. In dieser besonderen Schicht ist es fast windstill und immer etwas feucht. Hier trocken die zarten Pflanzen nicht so schnell aus. Über ihre Blätter nehmen sie Wasser und Nährstoffe auf. Erde brauchen sie nicht. Deshalb können sie auch an harten Hausmauern und in lebensfeindlichen Großstädten leben.

Moose (Quelle: rbb)

Moose begegnen uns überall im Garten. An Steinen genauso wie zwischen den Gräsern im Rasen. Sie wachsen an Rinden, aber auch auf dem Dach vom Gartenschuppen. Und meist sind sie trocken und unansehnlich. Doch kaum beginnt es zu regen, verwandeln sie sich wie durch einen Zauber. Die trockenen Blätter saugen jeden Tropfen auf und entfalten sich zu saftigen Polstern. Moose sind Überlebenskünstler. Sie wachsen dort, wo andere Pflanzen sterben. Ihr Erfolgsrezept ist ihre Winzigkeit.

Die schmale Grenzschicht auf lebensfeindlichen Oberflächen ist ihre Heimat. In dieser besonderen Schicht ist es fast windstill und immer etwas feucht. Hier trocken die zarten Pflanzen nicht so schnell aus. Über ihre Blätter nehmen sie Wasser und Nährstoffe auf. Erde brauchen sie nicht

Deshalb können sie auch an harten Hausmauern und  in lebensfeindlichen Großstädten leben. Dort leisten sie wichtige Dienste für uns Menschen: Ihre Polster speichern Wasser und halten die Luft feucht.

Ihre Blätter kämmen Feinstaub und Pilzsporen aus der Luft. In ihrem Inneren lebt die Nahrung unserer Stadtvögel. Jedes Polster ist ein winziger Lebensraum. Tauchen wir ein in die Mooswelt, ist das wie ein Gang durch den Dschungel. Hundertfüßer jagen hier nach Springschwänzen und kleinen Insekten,

Winzige Schnecken raspeln an den Blättern und Asseln finden hier Schutz vor der Sonne. Im Wasserfilm der Moose leben die Bärtierchen. Sie erstaunen die Wissenschaft immer wieder, denn sie sind noch widerstandsfähiger als die Moose. Sie überleben jahrelange Trockenheit genauso wie radioaktive Strahlung und tiefste Minusgrade.

Im Garten wächst das Moos dort, wo es dem Rasen nicht gut geht. Ist der Boden zu dicht, sehr schattig oder sauer, kann das Moos damit besser umgehen als die Gräser. Es verdrängt den Rasen nicht, sondern leidet einfach weniger unter schlechten Bedingungen. Würde man es genauso pflegen und wässern wie den Rasen, könnte es den Boden genauso begrünen und uns noch dazu mit seiner zarten Schönheit erfreuen.

Beitrag von Dorte von Stünzner

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