Gärtnern auf dem Parochialfriedhof (Quelle: rbb)
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Prenzlauer Berg - Berliner gärtnern auf Parochialfriedhof

Immer noch gibt es Orte in Berlin, in denen die Natur durchkommen kann und darf. Und wenn man sie einmal kennengerlernt hat, wünscht man sich, dass sie für immer erhalten bleiben. Die hinterste Ecke des Parochialfriedhofs im Prenzlauer Berg ist so ein Ort. Hier kümmert sich der Öko-Verein "Grüne Liga" gemeinsam mit Anwohnern und zeigt, was möglich ist, wenn man darf.

Gärtnern auf dem Parochialfriedhof (Quelle: rbb)

Rund 10 Menschen, alt und jung, kommen regelmäßig, um diese Ecke des Friedhofs in einen Garten umzuwandeln.

Seit den 70ern sind hier keine neuen Gräber mehr entstanden. Die Friedhofsverwaltung hat neue Pächter gesucht mit der Auflage, sich um die vorhandenen Strukturen zu kümmern.

Das heißt: alles bleibt wie es ist, nur ein bisschen schöner. Ein kleines Schild – mehr braucht es nicht, Interessierte herein zu locken. Jeder darf mitmachen. Seit 2013 ist die Grüne Liga für 2000 Quadratmeter Friedhof verantwortlich und bietet nicht nur Anwohnern die Möglichkeit, hier zu gärtnern, sich auszutauschen. Wer will, bekommt sogar ein eigenes Hochbeet.

Von rund siebenhundert Hektar Friedhofsfläche in Berlin sind rund dreihundert ungenutzt. Selbstverständlich ist es trotzdem nicht, dass dieser Teil des Parochialfriedhofs der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wird. Eine mögliche Bebauung aber mag der Grund dafür sein, dass der Pachtvertrag immer nur für fünf Jahre verlängert wird. Die Gärtner nehmen es sportlich. Wie die spezielle Garten-Situation überhaupt.

Mit Hingabe werden hier gärtnerische Akzente gesetzt. Als Nasch- und Ziergarten wächst Altes und Neues langsam ineinander. Niemand aber vergisst, dass das hier ein Friedhof ist. So still wie die Stimmung, so verwunschen, verträumt und sehnsüchtig ist dieser Ort.

Beitrag von Christine Deggau

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