Dachterreasse (Quelle: rbb)

Berlin gärtnert - Grüne Oasen auf den Dächern

Natascha Meuser hat ein Auge für alles, was schön ist. Seit 10 Jahren lebt die Architektin mit ihrer Familie in einem selbst entworfenen Townhouse in Berlin-Mitte. Mit Widerständen, denn so mittendrin in der Stadt, das war zunächst gar nicht ihr’s.

Es war für sie unvorstellbar, dass es überhaupt so schön werden kann. Vorher lebte die Familie  in Charlottenburg, bei der Planung des Hauses hat die Architektin ganz großen Wert darauf gelegt, dass es viele Möglichkeiten gibt, nach außen zu treten.

Und das ist ihr gelungen. I-Tüpfelchen ist sicherlich die Dachterrasse. Hier macht Natascha Meuser jedes Jahr wieder alles anders. Bepflanzt die schweren Blumenkübel, die sie vor Jahren mit dem Kran hochhiefen ließ, nach Lust und Laune neu. Geblieben ist unter anderem die Felsenbirne. Die sieht nicht nur schön aus, die Früchte schmecken auch gut. Das wissen sogar die Vögel.

Die Nachbarn von Natascha Meuser kennen solche Probleme nicht. Viele lassen ihre Terrassen ungenutzt. Die wenigsten sind bepflanzt oder belebt. Vielleicht auch darum ist es hier so still. Denn nicht nur der Blick ist beeindruckend. Auch die zwitschernde Geräuschkulisse.

Oben auf der Terrasse hat sie gerade eine Bewässerungsanlage installiert, unten wird der Garten von Hand gegossen. Hier hat die Architektin sich auf nur wenigen Quadratmetern mit vielen Details ein verträumtes Paradies geschaffen – ein Schattenplatz an heißen Tagen. Hier sagt sie, darf alles wachsen, was will. Die geretteten, halb vertrockneten Hortensien aus dem Supermarkt haben das wörtlich genommen und stehen heute in voller Blüte.

Der große Fehler den viele machen ist, dass sie den Garten sofort perfekt haben wollen. Man muss Geduld haben. Mal findet sie eine Bank, mal eine Blume, mal eine Pflanze. Und so ergänzt sich das nach und nach. Und irgendwann wird es zu einem ganzen Schönen. Das ändert sich aber auch ständig. Wie die Natur auch.

Die homogene Verbindung von drinnen und draußen, von Garten, Wohnen und Arbeiten, hier in diesem Haus mitten in Berlins Mitte ist sie aufgegangen.

Beitrag von Christine Deggau

 

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