Zucchini, Foto (c): dpa-bildfunk
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Gemeinsam Gärtnern - Nachbarschaftsheim in Neukölln

In Berlin Neukölln wird die Lust auf's Gärtnern geweckt. Kinder bekommen anschaulich erklärt, dass Gemüse wirklich in der Erde wächst, an echten Pflanzen! Und: Dass Bohne, Möhre und Co. nicht aus der Tiefkühltruhe, Plastiktüte oder Dose kommen. Auch Menschen mit Handicap haben im Nachbarschaftsheim die Möglichkeit gemeinsam zu gärtnern. So kommt man sich beim Tun näher - denn das Gärtnern verbindet!

Neukölln - das Bürgerzentrum. Hier trifft sich Alt und Jung und nutzt die vielfältigen Freizeit- Angebote. Dazu gehören auch Ausflüge in die Natur, Vogelhäuser bauen oder konkret: das Gärtnern. Verantwortlich dafür ist Georgis Pfeilsticker. Sie kümmert sich um die Pflege und Bepflanzung von mehr als 300 Metern Balkonkästen. Und um die Begrünung der Terrasse auf dem Dach.

Es ist ihr ein echtes Anliegen, gerade den von Natur wenig verwöhnten Neuköllner Kindern etwas zu bieten. Ihnen zu erzählen, wie viel Spaß es macht, zu säen und zu ernten, Gemüse und Kräuter kennenzulernen. Zum ersten Mal sind heute diese Schulkinder zu Besuch. Für sie ist es das allererste Mal überhaupt, dass sie in der Erde buddeln. Dabei holen sie Dinge hervor, die sie noch nie zuvor gesehen haben.

Ganz frisch und ganz anders als das, was sie sonst kennen und essen: Radieschen. Eine ungewohnte Geschmackserfahrung. Von zuhause kennen sie anderes.

Und Gurken gibt es natürlich hier auch. Auch die dürfen die Kinder in dem kleinen Gewächshaus auf dem Dach ernten.

Jeder Helfer ist beim Gärtnern willkommen, Besucher genauso wie die, die im Nachbarschaftsheim zur Tagespflege wohnen und viel Einsatz zeigen.

Von dem Radieschen in der Erde zum Radieschen im Salat. Zu zeigen, wo das, was wir essen, herkommt. Begreiflich machen, dass alles irgendwie miteinander zu tun hat, der Mensch – die Pflanzen – die Insekten. Darum geht es Georgis Pfeilsticker an solch einem Vormittag. Und natürlich geht es da dann auch um die Bienen. Spielerisch führt sie ihre Besucher ins Thema ein.

Für die Kinder hat das, was sie hier gezeigt bekommen, vielleicht auf den ersten Blick wenig mit ihrem Leben zu tun. Doch Georgis Pfeilsticker baut einfach darauf, dass sie irgendetwas für sich selbst mitnehmen.

Bevor sie sich auf andere verlässt, macht Georgis Pfeilsticker weiter. Mit Lust. Und hofft auf viele Interessierte, die im Bürgerschaftsheim Neukölln vorbeigucken und vielleicht ihren grünen Daumen entdecken.

Beitrag von Christine Deggau

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