Hornisse hat eine Honigbiene erbeutet, Quelle: imago/blickwinkel
imago stock&people
Bild: imago stock&people

Nicht immer gelb - Sonnenhüte

Zu den Sonnenhüten gehören etliche Stauden, die in keinem Gartenbeet fehlen sollten. Es gibt nämlich für jede Gartensituation genau den Richtigen: Ausdauernde, Genügsame, manche die den Halbschatten lieben und andere, die unbedingt ins Präriebeet sollten. Einige wiederum, die man dafür halten könnte, sind gar keine Sonnenhüte, sondern sie sehen einfach nur so aus!

Es gibt diese oder jene - den Gelben, lateinisch Rudbeckia und den Roten "Echinacea" den Purpursonnenhut. Er ist eine Heilpflanze und passt wunderbar ins Präriestaudenbeet. Nasskalte Winter bedeuten oft sein Ende.

Die Rudbeckien, die gelben Sonnenhüte also, sind wesentlich robuster, allerdings auch hungriger und durstiger. Sie gedeihen sogar im Halbschatten. Es gibt ganz ungewöhnliche Sorten, wie "Henry Eilers" mit eingerollten Blütenblättern.

In vielen Gärten ist der Fallschirmsonnenhut anzutreffen. Seine schirmartigen Blüten sind robuster als sie aussehen, halten bis weit in den September hinein. Locker erreicht er eine Höhe von anderthalb Metern.

Ganz hoch hinaus will auch diese gelbe Sonnenanbeterin, die jedoch nicht zu den Sonnenhüten zählt: "Silphium", wird auch Kompasspflanze genannt. Ihre Blüten recken sich stets der Sonne entgegen.

Die andere deutsche Bezeichnung "Becherpflanze" ergibt sich aus den trichterförmig angeordneten Blättern, in denen sich Wasser sammelt und wo sich Vögel und Insekten im Sommer drüber freuen, wenigstens eine kleine Tankstelle zu haben. Ansonsten ist das Silphium, wie es botanisch genannt wird, relativ anspruchslos. Sie vertragen einiges an Trockenheit und sind am Platz existent und man kann sich viele Jahre an ihnen erfreuen.

Und dann gibt es noch die Sonnenbräute. "Helenium". Sie entfachen im Hochsommer ein wahres Blütenfeuerwerk. Sebastian Teske hat in seiner Gärtnerei bei Pritzwalk über 40 Sorten ausprobiert.

Ein nicht ganz dem Zufall überlassener Sortenmix, wie z.B. die Kombination von reingelben und knallroten Sorten, hier „"ed Velvet".

Auffällig mit orangenen Streifen - die Sorte "Goldrausch" oder gelbgerändert "Nelly". Durch gezielten Rückschnitt lässt sich die Blütenpracht etwas verlängern.

Ein ganz radikaler Rückschnitt, wie bei Katzenminze oder Salbei, funktioniert hier jedoch nicht. Sonne satt heißt es dieser Tage im Staudenbeet - da fehlen eigentlich nur noch die Sonnenblumen. "Helianthus".

Neben der allseits bekannten Einjährigen, die sich mitunter allein durchs Vogelfutter in den Garten mogelt, gibt es etliche Staudensonnenblumen. Besonders schön: die horstbildende Sorte „lemon queen“.

Auch besonders imposant: die Weidenblättrige Sonnenblume. In zweieinhalb Metern Höhe strahlt sie und verlängert bis in den Oktober hinein die Zeit für Sonnenhüte.


Beitrag von Martina Hiller

weitere Themen der Sendung

Schnecke; © Anja Hirsch
Anja Hirsch

Das Eigenheim immer dabei - Gehäuseschnecken

Schnecke ist nicht gleich Schnecke! Im Gegensatz zu den bei Gärtnern zumeist verhassten Nacktschnecken sind unter den Gehäuseschnecken viele, die im Garten nützliche Dienste leisten. Sie fressen Schädlinge, beseitigen Laub - sind beim Gärtnern einfach fleißige Helfer - und hübsch sind sie auch noch!

Zucchini, Foto (c): dpa-bildfunk
dpa-tmn

Gemeinsam Gärtnern - Nachbarschaftsheim in Neukölln

In Berlin Neukölln wird die Lust auf's Gärtnern geweckt. Kinder bekommen anschaulich erklärt, dass Gemüse wirklich in der Erde wächst, an echten Pflanzen! Und: Dass Bohne, Möhre und Co. nicht aus der Tiefkühltruhe, Plastiktüte oder Dose kommen. Auch Menschen mit Handicap haben im Nachbarschaftsheim die Möglichkeit gemeinsam zu gärtnern. So kommt man sich beim Tun näher - denn das Gärtnern verbindet!