Segler auf dem Wannsee bei der Pfaueninsel (Quelle: imago/stock&people)
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- Sichtachsen auf der Pfaueninsel

Der Blick zum Schlösschen auf der Pfaueninsel, vom Neuen Garten in Potsdam aus gesehen, gilt unter Gartenhistorikern als "Mutter aller Sichtachsen". Sie ist schon auf einem Aquarell von 1822 zu bestaunen und damit eine der frühesten überhaupt. Bis heute wird dieser historische Blick von den Gärtnern aufwendig freigehalten.
 
 

Er erzählt über eine Strecke von 4 km Luftlinie von Sehnsucht und Ferne, dabei ist die Havel durchaus überwindbar. Und die Insel selbst ein Ort, auf der sich viele Sichtachsen kreuzen. Man könnte auch viel einfacher sagen: Landschaftsbilder, wohin man schaut.

Der Blick zur orthodoxen Kapelle Nikolskoje auf dem Festland ist von einer Buche zugewachsen. Es ist die Aufgabe für Baumspezialisten, diese, sagen wir leichte, Beeinträchtigung zu beseitigen.

Michael Seiler ist ehemaliger Gartendirektor der Schlösserstiftung. Seit 40 Jahren wohnt er auf der Pfaueninsel inmitten von Sichtachsen. Den so üblich gewordenen Begriff mag er aber überhaupt nicht.

Gesichtslinie, das ist die Originalwortwahl von Peter Joseph Lenné, weil eine Sichtachse, wenn man sich also mit Stadtplanern streitet, was freigehalten werden muss, dann sagen die: „Die Achse funktioniert!“ Lenné wollte ein Bild sehen. Das heißt, ein ovales oder rundes Bild, deswegen also Gesichtslinie, das ist also eine Linie, die ein Gesichtsbild freihält.

Und in Bewegung machen viele Gesichtslinien erst richtig Spaß. Das Landschaftsbild verändert sich mit jedem Schritt. Und genau in diesem Erleben liegt wohl das Geheimnis von Lennés Gartenkunst.

Beitrag von Felix Krüger

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