Gartenzeit auf der LaGa (Quelle: LaGa)
LaGa
Bild: LaGa

Es wird gebaut, vorgezogen und gepflanzt - Die Fortschritte auf Landesgartenschau in Wittstock/Dosse

Die rbb Gartenzeit wirft einen Blick hinter die Kulissen der kommenden LaGa und lässt sich von dem gärtnerischen Beauftragten Hagen Rossmann zeigen, wie intensiv dort schon für die Eröffnung Mitte April gebaut, vorgezogen und gepflanzt wird und welche gärtnerischen Highlights die Besucher erwarten werden.

Noch braucht man einen Spezialschlüssel, um das Gelände der künftigen Landesgartenschau zu betreten. Bis zur Eröffnung Mitte April werden die Vorgänge vor den Toren der Stadt Wittstock so gut es geht hinter einem Zaun versteckt. Doch es sickern schon Nachrichten an die Außenwelt durch: So sollen sich über eine Million Blumenzwiebeln im Erdreich der LaGa befinden.

Auch den schmackhaftesten Ort der Gartenschau darf noch keiner betreten. Hier auf dem Bleichwall, wo früher die Stoffe der Tuchfabrik zum Bleichen ausgelegt wurden, entsteht ein Himbeergarten mit Dutzenden Sorten. Er wird gestaltet nach dem Fontanegedicht „Im Garten“, wo es zwischen zwei Liebenden nur so knistert.

Der Mann, der hier vom Ganzen einen Plan hat, heißt Hagen Rossmann. Er ist der gärtnerische Beauftragte der LaGa und verantwortet die Pflanzungen auf dem 13 Hektar großen Gelände, das sich wie ein grünes Band um die südliche Hälfte von Wittstock legt. Vor allem die Lage zwischen Flüsschen und Stadtmauer begeistert ihn.

Die Hauptdarsteller für diese Inszenierung werden unter anderem hier in den Gewächshäusern eines Wittstocker Gartenbaubetriebes herangezogen. Tausende Stiefmütterchen sollen als Blumenampeln an den Straßenlaternen hängen. Bis zur Eröffnung gibt hier noch viel zu tun. Vorsorglich hat der Chef Urlaubssperre verhängt. Die Gärtner werden nicht viel Ruhe haben in diesem Jahr. 

Bestimmend auf der LaGa soll das Thema Wasser sein. Von zwei Flüssen wird das mittelalterliche Städtchen umarmt – der Glinze und der Dosse.

Für die Dosse wurde sogar der Flusslauf verändert. Sie strömt jetzt wieder durch einen Altarm. Im ehemaligen Flussbett entsteht schon seit zwei Jahren ein kleines, naturnahes Auwäldchen, für das Erlen und Weiden angepflanzt wurden.

Ein Erholungsgebiet, das die Zeit der LaGa natürlich überdauern soll. Viel Natur für eine Gartenschau.

Überspannt von einer neuen Brücke, die in die Stadt hineinführt. Entstehen soll hier ein Ort, an dem sich vielfältige Eindrücke begegnen, so die Vision der Planer.

Ein anderes Wunder von Wittstock wird wahrscheinlich dieser, noch vor kurzem völlig marode Schuppen am Güterbahnhof. Er sollte eigentlich abgerissen werden, doch als die LaGa-Planer einen Ort für die Blumenhalle suchten, wurden sie genau hier fündig.

Nun soll sich die alte Lagerhalle in eine blühende LaGa-Halle verwandeln. Wie genau, das ist noch geheim und Gegenstand angeregter Diskussionen.

Ein Gartenbaubetrieb aus Südbrandenburg soll hier zur Eröffnung österliche Atmosphäre zaubern.

Im Jubiläumsjahr des berühmtesten märkischen Dichters gibt es noch einen eigenen kleinen Fontanegarten zu bestaunen, eingerahmt von Birnen- und Apfel-Spalieren. Es soll an den Apothekergarten erinnern, in dem der kleine Theodor seine Kindheit verbracht hat.

Und wenn die LaGa zu Ostern ihre Pforten öffnet, so der Plan, stehen die Bäume hier in kräftiger Blüte.

Beitrag von Felix Krüger

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