Carolin Engwert Bild: privat
Carolin Engwert Bild: privat

- Hauptstadtgärtnerin: kleiner Garten groß im Netz

Auf einer kleinen Parzelle in Berlin-Schöneweide gräbt und pflanzt, erntet und fotografiert die Bloggerin Carolin Engwert. Sie berichtet über Schönes und Praktisches, gibt Anleitungen zum nachhaltigen und preisgünstigen Gärtnerin und erfüllt zugleich ihren Kindern den Wunsch einen eigenen Kletterbaum zu besitzen.

Carolin Engwert ist Webdesignerin, Mutter von zwei Kindern und besitzt einen eigenen Garten. Der Kohlrabi muss in den Boden und auch die Tomaten haben sich auf der Fensterbank so gut entwickelt, dass sie raus können.

Ihr Kleingarten ist 280qm groß und liegt in Berlin-Schöneweide. Was dort eingepflanzt wird, hat in der Regel eine halbstündige Radtour hinter sich. Gemüse wächst in Hochbeeten, nicht in Massen aber vielfältig bunt durcheinander, und irgendwas ist immer erntereif.

Obwohl sie nicht jeden Tag im Garten ist und gießen kann, vertrocknet hier kaum mal was. Bewährt haben sich sogenannte Ollas, aus Spanien. Das sind poröse Tontöpfe, die das Wasser ganz langsam aber kontinuierlich ins Erdreich abgegeben. Das funktioniert nicht nur im Hochbeet, sondern auch bei den Tomaten.

Ein anfänglicher Aufwand der sich im Laufe des Sommers jedoch bezahlt macht. Ebenso die Tomatenstangen. Abschließend wird noch gemulcht. Dafür hat sich Carlin Engwert einfach Heu aus dem Zoohandel gekauft. Auch damit hat sie gute Erfahrungen gemacht.

Eigentlich hatte die 42-Jährige nicht wirklich was mit Garten am Hut. Alles was sie hier macht, hat sie sich angelesen oder erfragt. Weil sie sich so sehr mit dem Gartenvirus infiziert hat, teilt sie ihre Erfahrungen in ihrem Blog anderen Anfängern und Interessierten mit.

Die Ausbeute auf diesem kleinen Stückchen Erde ist enorm. Von Blumen für die Vase, über Beerenobst, Süß- und Sauerkirschen, Quitten und Erdbeeren landet alles in der heimischen Küche, roh und zu Gelees oder Pesto verarbeitet.

Und dass im Sommer am Kletterbaum Äpfel hängen und im Frühjahr der Flieder blüht.

Beitrag von Martina Hiller

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