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- Cup der Landschaftsgärtner: Auf die Plätze, fertig, los!

Es war wohl einer der spannendsten Tage im jungen Berufsleben der 20 angehenden Landschaftsgärtner und - Gärtnerinnen aus Berlin und Brandenburg. Innerhalb von nur fünf Stunden sollten sie diese vermeintlichen Buddelkästen in kleine Minigärten verwandeln.

In Zweierteams, nach exakt dem gleichen Plan und mit den gleichen Materialien.

Auf einer Fläche von nur 3x3 Metern war alles gefordert was im Garten so verbaut werden kann. Granitpflaster und Klinker, Holzbohlen, Metallschienen, Kies und Mutterboden, zwei Weidengeflechte, Gräser, Kletterpflanzen und ein kleiner Baum, eine Weide.

Für einen Minigarten mit Wegen, Hochbeet, Sichtschutz und Bepflanzung. Unter den kritischen Blicken der Jury. Gefragt waren nicht nur Tempo und Muskelkraft, Köpfchen und Genauigkeit.

Das ganze vor LAGA-Publikum, mitgereisten Eltern und unter Zeitdruck. Für Azubis im 1. Lehrjahr eine wirklich harte Herausforderung.

Selbst die Dienstälteren geraten ins Schwitzen. Doch letztendlich entscheidet nämlich nicht, welches Team zuerst fertig ist, sondern auch, wie gearbeitet wurde.

Jens–Peter-Fischer, selbst Inhaber eines Galabauunternehmens ist seit Jahren Jurymitglied und weiß, wie schwierig es ist, unter Zeitdruck auch noch an den Arbeitsschutz zu denken. Ganz gleich, ob gemessen oder geschippt, gehämmert und gesägt wird.

Interessant: die Zusammensetzung der Teams. Vom 1. bis zum 3. Lehrjahr waren auch Berufsumsteiger dabei. Ein Koch, eine Lehrerin, Carl Philipp Worm war im ersten Leben Jurist.

Dennoch hat die Branche Nachwuchssorgen. Schwere körperliche Arbeit bei Wind und Wetter, das schreckt viele junge Leute ab. Deshalb nutzt der Fachverband solche Veranstaltungen auch, sich Publikum zu präsentieren.

Inzwischen sind die Akteure auf der Zielgeraden. Beim Pflanzen wurde es dann doch noch etwas hektisch, die Konzentration ließ nach, trotzdem sollte die Baustelle wenigstens besenrein fertig werden.

Leicht machte es sich die Jury nicht, lagen doch alle sehr dicht beieinander. Die allerbesten waren jedoch Julian Schnauß und Jeremy Lidtke aus Berlin. Aber auch den anderen wurde hervorragende Arbeit bescheinigt. Dabei sein, ist schließlich alles.

 

Beitrag von Martina Hiller

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