Rosenblüte (Quelle: rbb)

- Bio-Rosen: Robust und schön

In der Biolandrosenschule in der Uckermark baut Andrea Genschorek Rosen an, ganz ohne synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Gedüngt wird nur organisch, mit Pferdemist. Dadurch wachsen die Rosen langsamer, werden kräftiger und robuster. Regelmäßige Kontrolle und prophylaktische Maßnahmen verringern außerdem das Risiko, dass die Rosen durch Krankheiten wie z.B. Mehltau größeren Schaden nehmen.

"Unkraut wächst in zwei Monaten, eine Rose braucht dafür ein ganzes Jahr." Dies schrieb der persische Dichter Rumi bereits im Mittelalter nieder.

Dafür betört sie jeden Sommer mit ihren Blüten und ihrem Duft. Sofern sie gesund ist. Denn gegenüber Krankheiten ist die Rose sehr viel anfälliger als manch andere Pflanze, lag das Hauptaugenmerk der Züchter doch lange auf Farbe und schneller Blütenpracht.

In der Biolandrosenschule in der Uckermark wird langsamer geblüht. Andrea Genschorek zieht hier ca. 18 000 Rosen, ganz ohne synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel.

Gedüngt wird hier nur organisch, mit Pferdemist. Der ist nicht sofort pflanzenverfügbar, die Rosen wachsen also langsamer, werden dadurch kräftiger und robuster. Ob Mehltau oder Sternrußtau, Pilzsporen sind immer unterwegs und landen auch auf Biorosen. Andrea Genschorek braucht dennoch keine Chemiekeule.

Und sie hat die Erfahrung gemacht, dass bei einigen Sorten auch der Standort entscheidend ist. Diese prachtvollblühende Kletterrose „Paul's Himalayan Musk “ zeigt sich an einer Westwand seit Jahren üppig und gesund, an anderer Stelle, in voller Sonne neigt sie jedoch zu Mehltau der, bei starkem Befall sogar die Knospen absterben lässt. Auch hier gilt ihre Methode: radikales Wegschneiden, bis ins gesunde Holz.

Mehltau zerstört zwar nicht das Gewebe, entzieht der Pflanze aber Wasser und Nährstoffe. Auch dafür hat sie ein Rezept: Ein Gemisch aus Milch, Wasser und Backpulver dämmt den Pilz zumindest ein.

Braune Flecken, die sich sternförmig ausbreiten, deuten auf den gefürchteten Sternrußtau hin, auch als Schwarzfleckenkrankheit bezeichnet.

Ihr Tipp: schon beim Kauf auf resistente Sorten zu achten und infizierte Pflanzenteile konsequent über den Hausmüll zu entsorgen oder sie gar zu verbrennen.

Das geringste Problem sind für sie die Blattläuse, auch wenn sie mitunter invasiv auftreten. Lange hält der Befall ohnehin nicht an.

Den Rest erledigen die Marienkäfer, einer verspeist pro Tag mehr als 50 Läuse. In kürzester Zeit verschwinden dann auch die Ameisen, die haben es ohnehin nur auf den Honigtau der Läuse abgesehen. Wo Leben im Garten ist, blüht es eben auch.

Beitrag von Martina Hiller

weitere Themen der Sendung

Palettenbeet (Quelle: rbb)
rbb

Palettenbeet: Vertikaler Garten für kleine Räume

Lust auf Kräuter aus eigener Ernte, aber keinen Platz dafür? Dann muss man eben in die Höhe gehen. Vertikales Gärtnern geht fast überall. Mit ein paar Handgriffen lässt sich aus einer alten Holzpalette ein Beet zum Aufhängen bauen. Das passt fast auf jeden Balkon. Oreganum z.B. hat auch auf so kleinem Raum gute Chancen und auch Thymian. Der blüht zudem noch leuchtend rosa.

Eine Zecke ist am 27.05.2017 auf einem Blatt in einem Garten in Sieversdorf (Brandenburg) zu sehen. (Quelle: dpa/Pleul)
dpa/Pleul

Zecken: Es keucht und fleucht überall

900 Zeckenarten gibt es weltweit. 20 in Deutschland. Die geläufigste: der so genannte Holzbock. Doch die Angst ist groß, immer wieder ist von Riesenzecken die Rede, die aus dem Süden kommen und gefährliche Krankheiten übertragen.

Roter Phlox paniculata auch Rote Flammenblume im sommerlichen Staudengarten von Honigbiene besuch (Quelle: imago)
imago stock&people

Pflox: Prachtvolle Flammenblume

Die Flammenblumen haben Hochsaison. Das bedeutet Duft- und Farbsensation in einem – eine Glückserfüllung, die schon der Altmeister Karl Foerster empfand. „Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer.“