Hortensien (Quelle: imago/MITO)
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- Hortensiensammlung in Pirna Zuschendorf

Züchter haben in den zurückliegenden Jahrzehnten ein großartiges Farbsortiment an Hortensien geschaffen. Grundlage für robuste Sorten sind vor allem die alten Sorten, die in der wohl umfangreichsten Sammlung in Sachsen ausgepflanzt sind. Neben den historischen sind dort aber auch ganz neue Kreationen zu bewundern.

Hortensien in allen Farben und Formen. Gut 500 verschiedene Arten und Sorten beinhaltet diese wertvolle Sammlung, zusammengetragen aus aller Welt. Zu bewundern im Park des sächsischen Landschlosses Pirna-Zuschendorf, wo sie vor allem der Deutschen Zierpflanzen-Genbank zu Zucht- und Forschungszwecken dient.

Begonnen hatte alles Anfang der 90er, als ein benachbarter Zuchtbetrieb hier um Asyl für 30 Hortensiensorten bat. Weitere kamen hinzu, aus Japan und Frankreich, von dort tauchten sogar uralte deutsche Sorten auf. Regelrecht zugelaufen seien sie ihm, sagt Matthias Riedel damaliger und heutiger Chef , ein Glücksfall für die Zucht wirklich robuster Sorten.

Bewährt haben sich ganze sechs . So z.B. die 80 Jahre alte Sorte "Westfalen". Und die französische 'Bouquet Rose' von 1908.

Die alten Sorten sind am blühfreudigsten, das alleine reicht jedoch nicht. Sie haben dafür andere negative Eigenschaften. Sie haben oft zu dünne Stiele und können nicht gerade stehen und auch die Farben sind nicht so leuchtend wie bei den neuen Sorten.

Gelungen ist das bei der "Diva Fiore", die auch Spätfröste wegsteckt, fleißig blüht, eben auch am einjährigen Holz und trotzdem kompakt und aufrecht bleibt. .

Die vielgepriesene "Endless Summer" hat eher enttäuscht. Selbst die immer wieder blühenden und sogar Ausläufer bildenden Schneeballhortensien, zu der auch die beliebte "Annabell" gehört, kippt aufgrund ihrer dünnen Stiele häufig um.

Zu den standfesteren und etwas jüngeren Sorten zählen einige japanische, „Frau Sumiko“ z.B. oder „Frau Nobuko“. Sie blühen reichlich und sogar zweifarbig.

Aufgrund der weißen Farbanteile in ihren Blüten – bzw. Kelchblättern, verbrennen sie jedoch in der prallen Sonne und sollten daher halbschattig gepflanzt werden.

Ansonsten hat die Hortensie, die großen Durst hat, mit der Sonne kein Problem und verträgt, im Gegensatz zu fast allen anderen Pflanzen, Gießwasser direkt aufs Blatt gerne auch in der Mittagshitze.

Beitrag von Martina Hiller

 

 

 

 

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