Hortensien (Quelle: imago/MITO)
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- Hortensien – charmante Schönheiten

In Pirna Zuschendorf bei Dresden wachsen einfach die Schönsten! Ob Strauch- oder Bauernhortensien - 500 verschiedene Arten und Sorten ziehen die Besucher des Schlossparks über Monate hinweg in ihren Bann. 

Allerdings sind besonders die Bauernhortensien spätfrostgefährdet und sie benötigen auch sehr viel Wasser! Andere hingegen sind ganz unkomplizierte Schönheiten, die in jedem Garten gut gedeihen. Rispenhortensien und eichenblättrige Hortensien zum Beispiel gelten als besonders unkomplizierte Gesellen.

Es gibt nur wenige Pflanzen, die über Monate hinweg mit so imposanten Blütenbällen beeindrucken wie die Hortensien. Im Grunde genommen sind es viele kleine Blüten und auch die sind mehr Schein als Sein. Die eigentliche Blüte ist winzig. Auffällig nur durch die sie umgebenden Kelchblätter. Und die können ganz unterschiedlich aussehen.

Im Schlosspark von Pirna Zuschendorf bei Dresden gedeihen sie seit Jahrzehnten - mittlerweile über 500 Arten und Sorten.

In den 50-er Jahren war die Hortensie eher ein Langweiler. Man hat sie zur Konfirmation geschenkt bekommen und wollte sie eigentlich nicht. Man hat sie dann auf den Friedhof gepflanzt, da hat sie dann meist nicht mehr geblüht. Nun haben sich die Züchter der Sache angenommen vor allem in den letzten Jahrzehnten und nun haben sie ganz brillante Farben hervorgebracht. Viel leuchtender, viel dunkler. Und in größerer Formenvielfalt. Fliederähnlich z.B. oder gerüscht, zweifarbig und sogar mit nesselartigem Laub.

Exemplare mit zweifarbigen Blättern gibt es ebenfalls und in Japan wird aus dieser mit den tellerartigen Blüten, süßer Tee gewonnen.

Der botanische Name Hydrangea leitet sich aus dem griechischen Wort „Hydro“ für Wasser ab und weist darauf hin, dass man Hortensien regelmäßig und intensiv gießen sollte. Als Kübelpflanze ist die Wahrscheinlichkeit, dass blaue Hortensien auch blau bleiben am größten.

Damit die winterharten aber dennoch spätfrostgefährdeten Pflanzen immer wieder üppig blühen, werden sie im Park von Zuschendorf ab November zum Schutz mit Vlies und Folie abgedeckt. Zuvor allerdings wird das Laub entfernt - so kann es nicht faulen.

Das Wichtigste ist, man darf sie nicht nur abrupfen, sondern muss sie abschneiden und ein Stück Blattstiel dranlassen, damit die Pflanze weiß, jetzt hab ich Herbst. Sie wird den Blattstiel dann von sich aus alleine abwerfen. Da gibt es dann keine Verwundungen.

Ganz unkompliziert sind die Rispenhortensien, „Hydrangea paniculata“, die in so ziemlich jedem Garten zu stattlichen Gehölzen heranwachsen und dazu noch einen zarten Duft verströmen. Die eichenblättrigen Hortensien, bestechen ebenfalls durch Robustheit und ihr beindruckendes Laub.

Aber nicht nur die Blätter auch die Blüten bezaubern uns mit ihrem herbstlichen Farbenspiel!

Beitrag von Martina Hiller

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