Zucchini, Foto: Colourbox
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Zucchini | Bild: Colourbox

- Farb- und Formenvielfalt der Zucchini

Jetzt ist Erntezeit für die Zucchini. Ob lang oder rund, grün, gelb oder gestreift der „kleine Kürbis“ gedeiht in unseren Garten in immer größerer Vielfalt. Worauf beim Pflanzen geachtet werden muss, welche Sorten besonders erfolgsversprechend sind und wie sich auch die Blüten verwenden lassen, verraten die Gemüsegärtner aus Watzkendorf.

Der Name der kleinen Kürbisse stammt aus dem Italienischen – Zuccho bedeutet Kürbis, die Verkleinerung davon ist Zucchino. Zucchini sind also die kleinen Kürbisse.

In der Uckermark werden sie biologisch angebaut von Sabine Kabath. Die Berlinerin hat bereits in den 90ger Jahren hier ihre neue Heimat gefunden.  

Geerntet wird jeden zweiten Tag. Rund 500 Kilo fahren dann vom Hof, vorwiegend zum Biogroßhandel in Berlin. Die richtige Größe ist das Maß aller Dinge.

Zucchini haben männliche und weibliche Blüten. Für die Befruchtung arbeiten derzeit 17 Bienenvölker auf dem Biohof. Nur aus den weiblichen Blüten wachsen später Früchte. Essbar ist jedoch mehr. Gourmets nehmen das gerne, legen das ein in Bierteig oder dünsten das kurz durch. Sehr gut kann man aber auch die Blüte einfach in so einen Eierkuchenteig tauchen und frittieren und ist oberlecker.

Drei Sorten werden angebaut. Die Yellow Finn eignet sich mit der dünnen Schale gut für Rohkostsalate, die lange grüne Celia für Gemüsegerichte aller Art. Die Runde Tondo di Plazenta lässt sich zum Grillen gut in dicke, runde Scheiben schneiden.

Die Pflanzen sind bereits der zweite Satz auf dem Feld in dieser Saison, das heißt, die ersten Pflanzen wurden im Mai gesetzt, die zweiten im Juli. Um die Saison für Zucchini zu verlängern, überlegt die Biogärtnerin, ein drittes Mal zu pflanzen.

Zucchini sollte man nicht selber ziehen. Bittere oder sogar giftige Pflanzen können entstehen. Mit dem Kauf einer Samentüte ist man auf der sicheren Seite. Für eine kräftige Pflanze gilt: Bei der Anzucht von Fruchtgemüse sollte man darauf achten, dass man die Erdballen, weil die Anzuchtzeit länger ist, mit Kies abdeckt, das hält die Schädlinge fern und Kies reflektiert auch noch Licht und man hat zusätzliches Licht.

Dann kann der biologische Anbau verschiedenster Sorten wie Patisson, Celia, Yellow Finn oder der Gestreiften gut gelingen. Außerdem bedarf es einer Portion Toleranz. Denn Pflanzenkrankheiten wie den Mehltau kann man nicht mit natürlichen Mitteln bekämpfen.

Dort, wo das Herz grün wieder rauswächst, ist noch keine Gefahr in Sicht. Der kleine Kürbis – die Zucchini – pflegeleicht und reich im Ertrag.

 

Beitrag von Julia Sebastian

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