Frische Kräuter (Bild: Colourbox)
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- Tipps im September

Kräuter vermehren +++ Fallobst aufsammeln +++ Saatgut gewinnen

Frische Kräuter im Topf, Bild: Colourbox
Frische Kräuter im Topf

Kräuter vermehren

Mehrjährige Kräuter wie Salbei, Rosmarin und Oregano eignen sich gut zur Stecklingsvermehrung. Es gibt zwei Varianten. Beim Kopfsteckling wird nur der obere Teil der Pflanze abgeschnitten. Stehen die Kräuter in Blüte, nimmt man einen Teilsteckling vom Stiel. Damit die kleinen Zöglinge ihre Kraft in die Wurzeln stecken und die Verdunstung vermindert wird, lässt man wenige Blätter stehen und halbiert diese. Beim kleinblättrigen Oregano entfernt man nur die untere Blattreihe. Pflanztöpfe oder Schalen eignen sich am besten für die Anzucht. Durch die Stecklingsvermehrung erhält man identische Tochterpflanzen, die im nächsten Jahr wieder ins Beet gepflanzt werden können.

Fallobst aufsammeln

Im Spätsommer beginnt die Apfelernte, doch viele Früchte fallen vorher runter. Faules und befallenes Obst sollte am besten aufgesammelt werden, damit sich Pilze und Schädlinge dort nicht weiter vermehren. Fallobst kann ausgeschnitten frisch verzehrt oder weiter verarbeitet werden. Verfaultes gehört auf den Kompost. Verschimmeltes sollte jedoch in die Bio-Tonne, damit sich die Pilzsporen nicht weiter ausbreiten.

Kapuzinerkresse (Bild: Colourbox)

Saatgut gewinnen

Sind die ersten Sommerblumen vertrocknet, ist das die beste Zeit, um den Samenbestand von Einjährigen und Zweijährigen wieder aufzustocken. Dafür schneidet man die vertrockneten Blüten von z.B. Ringelblume und Phacelia ab, kurz bevor sie selbst ausfallen. Durch ein Sieb geschüttelt, trennen sich die unerwünschten Schalen von den Samen. Legt man eine weiße Unterlage darunter, lassen sich die kleinen Samen noch besser erkennen. Auch aus den Schoten der winterharten Wicke lassen sich leicht Samen gewinnen. Wichtig ist nur, alles kühl und trocken - in Papiertüten zum Beispiel - zu lagern und gleich zu beschriften!

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Zucchini, Foto: Colourbox
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Farb- und Formenvielfalt der Zucchini

Jetzt ist Erntezeit für die Zucchini. Ob lang oder rund, grün, gelb oder gestreift der „kleine Kürbis“ gedeiht in unseren Garten in immer größerer Vielfalt. Worauf beim Pflanzen geachtet werden muss, welche Sorten besonders erfolgsversprechend sind und wie sich auch die Blüten verwenden lassen, verraten die Gemüsegärtner aus Watzkendorf.

Wildsammlerin Uta Kietsch
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Die Wildsamensammlerin

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Tomaten am Strauch (Quelle: rbb)
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Tomatenanbau in Familientradition

"White Star" oder "Französische Dunkle" das sind Tomaten, die man im Supermarkt vergebens sucht. Diese und 16 weitere Sorten hat Brunhilde Schramm in ihrem Garten. Unbekannte reizen die Tomatenfreundin besonders, die meisten erhielt sie von Bekannten oder anderen Gartenfreunden per Post, um sie zu testen. Entscheidend ist für sie jedoch nicht der Seltenheitswert und der Ertrag, sondern der Geschmack. Die Tomate die sich im Salat bewährt, wird im kommenden Jahr wieder angebaut und das Saatgut weiter gereicht.