Tomaten am Strauch (Quelle: rbb)
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- Tomatenanbau in Familientradition

"White Star" oder "Französische Dunkle" das sind Tomaten, die man im Supermarkt vergebens sucht. Diese und 16 weitere Sorten hat Brunhilde Schramm in ihrem Garten. Unbekannte reizen die Tomatenfreundin besonders, die meisten erhielt sie von Bekannten oder anderen Gartenfreunden per Post, um sie zu testen. Entscheidend ist für sie jedoch nicht der Seltenheitswert und der Ertrag, sondern der Geschmack. Die Tomate die sich im Salat bewährt, wird im kommenden Jahr wieder angebaut und das Saatgut weiter gereicht.

Morgendliche Tomatensichtung in Schöneiche bei Zossen. Brunhilde Schramm schaut nach, wie es ihren Lieblingen geht, schneidet vorsichtig ab, was reif ist und entscheidet, welche Früchte noch weiter wachsen sollen. Wie diese „Französische Dunkle“ – so heißt sie zumindest bei den Schramms. Oder die „White Star“.

 

Früchte, die man im Supermarkt vergebens sucht. Gerade neue, ihr unbekannte Sorten reizen die Tomatenfreundin. Egal wie der genaue Name nun wirklich ist. Viele Samen erhält sie von Bekannten, auf Empfehlung.

Aber es gibt auch Ausnahmen. So wie die exotische, dunkle Tomate, eine “Blueberry“. Die sieht einfach nur gut aus, ein Blickfang im Salat. Ansonsten kennt Brunhilde Schramm beim Geschmack keine Gnade. Neue Sorten müssen sich anstrengen. Doch am Anfang werden sie alle gleich geliebt.

Solche Tricks sind das Ergebnis jahrelanger Tomatenlust gepaart mit Erfahrung und ganz viel Arbeit. Ohne ihren Ehemann Dieter wäre das für Brunhilde allein nicht zu schaffen. Obwohl sie das nun schon seit Jahrzehnten machen, geht auch mal was schief.

Die Tomaten sind die Kinder der Schramms und die werden tatsächlich mindestens so gut behandelt wie die Kinder. Die kriegen regelmäßig ihr angewärmtes Regenwasser, abends gegossen, in angemessenen Zeitabständen, sprich zwei Tage, wenn es richtig warm ist oder in längeren Abständen. Und aus Vorratsbehältern werden die Tomaten immer mit abgestandenem Regenwasser gegossen.

Und kaum sind die ersten Früchte reif, da macht sich Brunhilde schon wieder an den Nachwuchs für das nächste Jahr.

Und was nicht in den heimischen Boden kommt, wird verschenkt.

Beitrag von Sylvia Rademacher

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