Lampenputzergras (Quelle: Imago Images/Hans-Roland Müller)
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Bild: Imago Images/Hans-Roland Müller

- Gräser – bringen Poesie ins Beet

Gräser bringen Bewegung ins Beet. Keine Staudenkomposition sollte auf die sanft im Wind wehenden Ähren und Halme verzichten. Wichtig: Damit sich die filigranen Schönheiten richtig gut entwickeln muss man auf ihre Ansprüche achten, denn für jeden Standort, jede Gartensituation gibt es das richtige Gras.

"Gras ist das Haar der Mutter Erde“, schrieb der Gartenphilosoph Karl Foerster einst. “Immer sind Gräser von einem Unendlichkeitshauch umweht, umflüstert von den weiten der Erdenräume.“

Kein Wunder, dass Ziergräser heute zu den Lieblingen vieler Gartengestalter gehören. Gräser gibt es für jeden Geschmack, für jeden Gestaltungs-Stil und für jeden Standort.

Gräser sind gut für Strukturen im Beet geeignet, aber vor allem für den Höhepunkt im Herbst. Da kann man sie gut mit den Stauden kombinieren, die im Herbst blühen, wie die Sonnenhüte, die Verbenen und viele andere mehr. Man muss dabei natürlich immer auf die Standorttauglichkeit achten.

Gräser, Pflanzen und Gehölze sollten auch ökologisch zusammenpassen. Das heißt, sie sollten alle die gleichen Ansprüche an Licht und Boden haben.

Zu den beliebtesten Ziergräsern gehört das Chinaschilf Miscanthus sinensis. Es ist äußerst pflegeleicht, mag es sehr sonnig, und kommt in vielen verschiedenen Laub- und Blütenfarben vor. Diese Gräser entfalten ihre volle Pracht am besten in Einzelstellung, die niedrigeren Sorten lassen sich aber auch gut mit Sommer- und Herbstblumen kombinieren.

Die Rutenhirse weiß mit schleierartigen hauchzarten Blüten zu verzaubern, deshalb pflanzt man sie am besten an markante Punkte des Gartens. Ebenso das Diamant- und das Plattährengras. Sonnig und geschützt mag es das Lampenputzergras. Seine dekorativen Ähren blühen bis in den späten Herbst und bereichern so den Garten auch in der Winterzeit.

Das Pampasgras gehört zu den ältesten und imposantesten Gräsern. Als Solitär an exponierter Stelle gepflanzt, ist es eine wahre Augenweide für jeden Betrachter.

Die Rutenhirse ‚Rotstrahlbusch‘ von Karl Foerster benötigt andere Stauden als Stütze, sie würde sonst leicht umknicken.

Das straff aufrecht wachsende Gartenreitgras Calamagrostis ‚Karl Foerster‘ macht sich gut als Solitär und in Gruppenpflanzungen. Es benötigt einen vollsonnigen Platz.

Als „Harfe und Pauke“ umschrieb Karl Foerster einst das Miteinander von Gräsern und Blattstauden in seinem „Gartenkonzert“. Sommer und Herbst erweisen sich dabei als phantastische Dirigenten.

Beitrag von Uta Greschner

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