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- Insektenmagnete Doldenblütler

Doldenblütler sind Insektenmagnete. Ihre großen Blüten senden Signale - über alle Zäune hinweg. Wer mehr Tiere in seinen Garten locken will, der muss Doldenblütler pflanzen. Fenchel, Anis, Pastinake oder wilde Möhre: Von weit her fliegen Tiere herbei, um an ihrem Nektar zu lecken.

Auf den Dolden ist der Tisch immer reich gedeckt. Doldenblütler bereichern unsere Gärten als leckere Gewürz- und Gemüsepflanzen, als Nektarquelle für Käfer und Raupen und sie erfreuen unser Gärtneraugen. Kein Wunder, dass sie gerade ein Revival in unseren Gärten erleben.

Wer mehr Tiere in seinen Garten locken will, der muss Doldenblütler pflanzen. Fenchel, Anis, Pastinake oder wilde Möhre: Von weit her fliegen Tiere herbei, um an ihrem Nektar zu lecken. Mit etwas Glück sogar eine seltene Skorpionsfliege.


Doldenblütler sind leicht zu erkennen. Ihr Blütenstand ist meist eine Doppeldolde. An einer Stelle am Stengel entspringen viele Stiele, von denen dann wieder kleine Stiele abgehen - mit winzigen Einzelblüten. Diese Blüten sind sehr flach und aus ihren Fruchtknoten quillt seitlich Nektar. Darüber machen sich Fliegen, Wespen und Käfer her, die mit ihren kurzen Zungen nicht in tiefere Blütenkelche kommen.

 

Auf den Dolden ist der Tisch immer reich gedeckt, auch wenn es manchmal Rangeleien gibt.

 

Um die wilde Möhre summt und brummt es den ganzen Sommer. Sie hat als Besonderheit eine sterile rote Blüte im Zentrum. Manche glauben, dass dieser dunkle Fleck Fliegen anzieht.

 

Vielleicht lockt er aber auch Käfer an. Denn die tummeln sich in großer Menge und verschiedenen Größen auf dem breiten Blütenschirm.

 

Für manche Schmetterlinge sind Doldenblütler überlebenswichtig. Der seltene Schwalbenschwanz nascht gerne an der Buddleia, aber seine Eier legt er an Fenchel, Dill und Co.

Die bunten Raupen fressen an den Blättern, obwohl diese giftige Cumarinverbindungen enthalten. Zusammen mit UV Licht können sie Verbrennungen verursachen - die Raupen aber machen sie mit körpereigenen Enzymen unschädlich.

Wir Menschen können das nicht, deswegen ist zum Beispiel der Riesenbärenklau für uns so gefährlich. Wenn wir mit den gewaltigen Doldenblütlern aus dem Kaukasus in Kontakt kommen, kann uns das schlimme Brandblasen einbringen. Denn auch der Bärenklau enthält diese Verbindungen, die auf der Haut mit UV-Licht reagieren. Bevor man das wusste, wurde er als Insektenweide und Rinderfutter eingeführt. Wie gut, dass er eine Ausnahmeerscheinung ist: Denn der Großteil der Doldenblütler ist ganz ungefährlich.

Wie diese hübsche Sterndolde, der zartrosane österreichische Bärenklau oder die wunderschöne Engelwurz. Doldenblütler bereichern unsere Gärten als leckere Gewürz- und Gemüsepflanzen, als Nektarquelle für Käfer und Raupen und sie erfreuen unser Gärtneraugen. Doldenblütler haben wirklich viel zu bieten.

Beitrag von Dorte von Stünzner

 

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