Zierapfel, Foto: Antenne Brandenburg

- Hecken – bunte Vielfalt in Reihe

Hecken müssen nicht immer monoton und gleichförmig sein. Liguster, Eibe, Thuja – und Schluss?! Keineswegs, die Gartenzeitgärtner stellen viele fantasievolle Alternativen vor! Wie wäre es mit Zierapfel, Schlehe und Blutpflaume? Für jeden Zweck und jede Gartensituation gibt es die richtigen Gehölze, die man gut als Heche verwenden kann.

Eigentlich haben Hecken im Garten den wohl umfangreichsten Job. Dicht sollen sie sein und vor neugierigen Blicken schützen. Straßenlärm und Staub abhalten. Möglichst immergrün sein oder Blüten und bunte Früchte tragen. Undurchdringlich, vielleicht sogar den Zaun ersetzen. Und sie sollen Vögeln Unterschlupf und Nahrung bieten.

Warum noch immer häufig nur Thuja gepflanzt wird, liegt womöglich daran, dass sie schnellwüchsig, preiswert und immergrün ist. Aber sie wirkt langweilig und ist gar nicht so robust wie man denkt.

Die Baumschulgärtnerin Nadine Kringel rät Gartenbesitzern zu Alternativen. Wenn es unbedingt immergrün sein muss, wäre die Eibe eine Variante. Viele bilden im Herbst zumeist rote Beeren. Sie ist sehr schnittverträglich, kann deshalb gut in jede Form gebracht werden und ist dann wunderbar dicht.

Nicht ganz preiswert, aber interessant als immergrüne Heckenpflanze ist Ilex, die Stechpalme. Wird er nicht ständig geschnitten, fruchten einige Sorten auch!

Preiswert und extrem robust ist und bleibt der Liguster. Er wirft zwar sein Laub in kalten Wintern ab, aber erst ziemlich spät! Mit seinen glänzenden Beeren bietet er Vögeln Futter und verträgt jeden Schnitt! Besonders praktisch für kleine Gärten: Eine Liguster-hecke kann ganz schmal gehalten werden.

Es gibt aber auch noch andere Alternativen. Mischhecken ergänzen sich gegenseitig, sie bekommen nicht so schnell Schädlinge und gerade die gemischten Hecken kommen auch mit den wechselnden Wasserverhältnissen besser klar. Wer sagt denn, dass zwischen Schlehe und Blutpflaume nicht auch ein Bambus passt?

Wer dennoch die klassische Grüne Wand bevorzugt, dem sei die kostengünstige Hainbuche empfohlen. Sie wirft ihr Laub meist erst im Frühjahr ab und dann kommt ja schon bald das Neue.

Teurer aber ein echter Hingucker: die Zierapfelhecke.

Das gilt auch für Weißdorn, der ist im Herbst mit seinen Beeren nicht nur dekorativ, sondern als einheimisches Gehölz für viele Vögel interessant. Ebenso der Pflaumendorn, der auch als ökologischer Stacheldraht bezeichnet wird und, wie der Feuerdorn, nicht nur vor Eindringlingen schützt, sondern auch brütende Vögel vor Katzen. Dornige Hecken zu schneiden ist jedoch eine Herausforderung. Am besten macht sich das mit einer langen Schere. Das schont die Finger und man kann so gezielt lange Triebe herausschneiden.

Leichter zu pflegen ist die Korkspindel. Sie wächst zwar langsam und breiter, verträgt Trockenheit und beindruckt mit auffälliger Herbstfärbung. Jährlich geschnitten, wirkt sie aufgrund ihrer interessanten Rinde auch unbelaubt total dicht. Es gibt also Alternativen zur Thuja. Bunte, pflegeleichte und auch formbare. Gute Aussichten für die Pflanzsaison.

Beitrag von Martina Hiller

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