Sansevierie (Quelle: rbb)
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Schwerpunkt - Sansevierien – bescheiden und unverwüstlich

Inneneinrichter jubeln, berufstätige Zimmergärtner ebenfalls – Sansevierien machen glücklich, denn sie passen ins moderne Design und gedeihen dort auch noch problemlos - ohne Extrawünsche oder Divengehabe. Völlig zu Unrecht waren sie lange Zeit als biedere Omapflanze verschrien.

Der schwedische Naturforscher Carl Peter Thunberg brachte die Pflanze 1794 nach Europa. Namenspate war Raimondo die Sangro, Fürst von San Severo, ein italienischer Wissenschaftler und Erfinder.

Pflegeleicht, robust und anspruchslos - die Sansevieria, eine Wüstenschönheit, die ursprünglich aus Afrika und Südasien stammt. Daher übersteht sie Trockenzeiten ohne Probleme. Sie wird auch als Bogenhanf oder Afrikanischer Sisal bezeichnet, weil einige Sorten besondere Blattfasern aufweisen, die zum Herstellen von Bindfäden oder Bogensehnen dienten.

Sie mag es hell, aber keine pralle Sonne. Mineralische Bodengemische sind für die Pflanze ideal. Kakteenerde ist geeignet oder man mischt Blumenerde zu gleichen Teilen mit Sand, Tongranulat oder Splitt. Sansevierien sind sehr robust und wecken bei Schädlingen kein größeres Interesse. Auch Temperaturschwankungen verzeihen sie, nur kälter als 10 Grad sollte es nicht sein. Die Idealtemperatur liegt bei 21 bis 24 Grad.Die über 65 verschiedenen Bogenhanfarten unterscheiden sich in Wuchshöhe und Blattfarbe. Die Sansevieria trifasciata hat lanzettartige Blätter, die Sansevieria cylindrica runde zylindrige. Wenn man ihre Stecklinge eng in einem Topf einpflanzt, ergeben sich so bizarre Sorten wie die Sansevieria ‚Spaghetti‘.

Wem es gefällt, der kann sie auch geflochten oder gar mit eingefärbten Spitzen kaufen. Da die Blätter von unten schieben, bleiben die bunten Enden lange erhalten.

Die wohl bekannteste ist die Sansevieria trifasciata ‘Laurentii’, mit langen Blättern und goldgelbem Rand. Sie vermehren sich alle durch Ausläufer, sogenannte Stolone. Auch Stecklingsvermehrung ist möglich. Dabei sollte die Schnittstelle erst etwa zwei Tage trocknen und dann in ein Substrat gepflanzt werden. Allerdings dauert es mindestens ein Jahr bis daraus eine neue dekorative Pflanze wird. Nur bei der gelbrandigen Trifasciata funktioniert es ein wenig anders.

Mehr in die Breite als in die Höhe wachsen die kleinen rosettenförmigen Sansevierien aus der Hahnii-Gruppe. Sansevierien vermehrt man durch Teilung oder auch durch Stecklingsvermehrung. Dabei sollte die Schnittstelle erst etwa zwei Tage trocknen und dann in ein Substrat gepflanzt werden. Allerdings dauert es mindestens ein Jahr bis daraus eine neue dekorative Pflanze wird.


Beitrag von Martina Hiller

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