Archivbild: eine Blaumeise sitzt auf einem schneebedecktem Tannenzweig (Quelle: Arco Images/H. & M.Kuczka)
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- Vogelfütterung – wichtig, aber richtig!

Vogelfütterung im Winter ist sinnvoll, aber richtig sollte man es schon machen. Ist der bekannte Meisenknödel noch zeitgemäß oder sollte man den Tieren lieber selbst etwas zubereiten? Wie sieht er eigentlich aus, der ausgewogen gedeckte Tisch für die Vogelwelt? Tipps und Tricks zum richtigen Umgang mit diesem wichtigen Thema kommen direkt von den Experten vom Naturschutzbund.

Marja Rottleb vom Naturschutzbund weiß, wie man Vögel findet. Doch es wird immer schwieriger, denn es gibt immer weniger in unseren Wäldern und Gärten. Die Gründe dafür sind vielfältig, einer ist, dass sie nicht mehr ausreichend Nahrung finden. Auch die Folgen des Klimawandels machen sich gerade jetzt im Winter bemerkbar.

Wer Vögel jetzt im Winter unterstützen möchte, dem steht Marja Rottleb mit Rat und Tat zur Seite. Wie heute Gabriele Frydrych. Ihr ist es ein echtes Anliegen, dass die Tiere sich wohlfühlen, sie liebt es, sie mit der Kamera zu beobachten und entsprechend hat sie ihren Garten ausgerichtet. Dazu gehört auch, dass ihre gefiederten Freunde immer etwas zu fressen finden.

Wasser ist ganz wichtig, weil es im tiefen Winter oft fehlt. Obst kann man einfach an einer Stelle liegen lassen, die Vögel holen sich das einfach. Was dann wichtig ist: dass man kontinuierlich füttert. Um Krankheiten vorzubeugen ist die regelmäßige Reinigung der Futterstellen und auch der Nistkästen ganz wichtig.

Nistkästen empfehlen sich, um den Vögeln im Winter, wenn es richtig kalt ist, eine Rückzugsmöglichkeit zu bieten. Im Frühjahr dann können sie wieder als Brutstätte dienen. Je höher die Kästen hängen, desto besser, damit Katzen nicht drankommen.

Ein naturnaher Garten ist schon vorbildlich. Und Vogelfutter kann man gut selbst machen. Die Grundlage bietet Kokosfett. Ansonsten kann man Haferflocken dazutun, Leinsamen und Sonnenblumenkerne. Sonnenblumenkerne sind der Allrounder, die gehen immer.

Die verschiedenen Saaten werden im Verhältnis 1:1 mit dem Fett vermischt. Als NABU-Frau nimmt Marja natürlich beste Bioqualität. Die abgekühlte Masse lässt sich dann zu Kugeln formen oder in einen Blumentopf füllen. Von dem Stöckchen aus können die Vögel die Körner abpicken. Alles ist besser als die abgepackten Meisenknödel.

Die bessere Alternative zu Plastiknetzen ist, diese Netze wegzulassen und diese Knödel in eine Siloform einzufüllen. Da kommen die Vögel gut dran, können sich nicht verletzen.

Es macht in jedem Fall Sinn, Vögel im Garten zu füttern. Vor allem im Winter brauchen sie Unterstützung. Wer die Tiere dann ein bisschen beobachtet, wird sehen, was sie sich holen. Das genau ist es, was sie mögen und brauchen.

Beitrag von Christine Deggau

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