- Späth’sche Baumschule – 300 Jahre Baumschulerfahrung!

Gartenkompetenz seit 1720. Die Baumschule Späth im Berliner Bezirk Treptow feiert ein rundes Jubiläum und ist damit eine der ältesten Baumschulen Deutschlands. Auch im Januar haben die Baumschulgärtner Einiges zu tun: So müssen sie zum Beispiel die Obstbäume veredeln.

Mitten im Winterschlaf umgesetzt zu werden, das gehört hier in den Späth'schen Baumschulen in Berlin zu Jugenderfahrungen eines jeden Baumes. Für einen Januartag aber herrscht ungewöhnlich viel Betrieb. Das milde Wetter macht‘s möglich.

12 Jahre alte Jungbäume müssen umgesetzt werden. Sie dürfen nicht zu tief wurzeln, wenn sie in nächster Zeit noch verkauft werden sollen. Zum Glück haben die Gärtner jetzt hier Maschinen. Vor 300 Jahren, als die Baumschule gegründet wurde, war das noch schweißtreibender Körpereinsatz.

Holger Zahn ist Chef in der ältesten Baumschule Deutschlands. Was er und seine Kollegen Jahr für Jahr zu tun haben, bleibt den meisten Leuten verborgen. Denn so einfach, wie es aussieht, ist das Handwerk des Baumschulgärtners eben nicht.

Die Gefahr besteht immer, dass sich das Wurzelwerk der benachbarten Bäume zu weit verzweigt und ausbreitet. Überhaupt, der Kampf gegen wild wuchernde Wurzeln scheint zu den Kerngeschäften der Späth‘schen Baumschulen im Winter zu gehören.

Doch der Schein trügt. Mit dem Schnitt kurbeln die Gärtner das Wurzelwachstum erst richtig an. Die Arbeit zum Beispiel an Liguster-Jungpflanzen ist eigentlich das Gleiche, wie Haare schneiden im Friseursalon.

Die uralte Kunst des Bäumeveredelns wird von einer Gärtnergeneration zur nächsten weitergereicht hier im ältesten, noch produzierenden Betrieb von Berlin. In diesem Jahr dreht sich in den Späth‘schen Baumschulen denn auch vieles um die Feier zum 300-jährigen Bestehen.

Dazu gehört seit jeher, den jungen Baumschülern Halt zu geben, bevor sie ins echte Leben hinausgepflanzt werden.

Beitrag von Felix Krüger

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