Balkonkästen nach Foerster
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- Alternative Balkonkästen - nach Foerster

Stauden wie Purpurglöckchen, Lenzrosen oder Bergenien sind auch im Winter dekorativ auf dem Balkon oder vor dem Fenster. Wenn sie über die Sommermonate mit wärmeliebenden Zimmerpflanzen ergänzt werden, sehen die Kästen nicht nur interessant aus, sie haben auch in praller Sonne gute Chancen zu überleben.

"Es wird durchgeblüht"

Das ist wohl das bekannteste Zitat des Potsdamer Staudengärtners Karl Foerster trifft nicht nur für den Garten, sondern auch für Kübel und Kästen zu. Üppige Pflanzenpracht durch Stauden wie Purpurglöckchen, Lenzrosen oder Bergenien vor dem Fenster seines Arbeitszimmers in Potsdam Bornim.

Im Frühjahr aufgehellt mit Stiefmütterchen. Für Gartendenkmalpfleger Felix Merck, sind diese Kästen eine ganz besondere Herausforderung.

Herzblattsalat oder Hexenfinger überstehen einen normalen Winter eigentlich nicht. Ist der Winter aber mild, kann sich eine ungewöhnliche Pflanzenkombination ergeben: Sedum palmeri verträgt etwas Frost. Bergenien müssen im Frühjahr heruntergeschnitten werden.

Die haben etwas Frost abbekommen. Ansonsten blühen sie von Februar bis in den Mai, ihre Blätter bleiben jedoch übers ganze Jahr ein schöner Blattschmuck. Ebenso das dunkelrote Laub der Heuchera. Immergrün ist auch die Aurikel, die bis in den Juni hinein blüht. Ergänzt wird all das durch Zimmerpflanzen.

Der Geldbaum fühlt sich an der frischen Luft richtig wohl. Bleibt er gleich im Topf, ist es leichter, ihn vor dem Frost wieder reinzunehmen. Auch eine Agave hat hier ihren Sommersitz.

Tradescantieas, zum Beispiel. Sie stammen aus der Karibik, sind uns als Dreimasterblumen bekannt und eignen sich durch ihren hängenden Wuchs gut für die Randbepflanzung. Oder das Rosettendickblatt, wie ein kleiner Baum ragt es der Sonne entgegen. Seine Heimat sind die Kanaren.

Karl Foerster war ein begeisterter Pflanzenliebhaber und es war im wichtig, dass standortgerecht gepflanzt wird. Also das die Boden- Lichtverhältnisse und Wasser stimmen. Aber es war ihm egal von wo auf der Welt die Pflanzen kommen.

Zum Sommer hin werden dann noch rosafarbene Kap-Margariten und Geranien dazu gepflanzt, denn auch die vertragen reichlich Sonne. Schließlich wird hier durchgeblüht.

 

Beitrag von Martina Hiller

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