Insektenhotel (Quelle: rbb)
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Bild: rbb

- Insektenpension - all inclucive

Ein Insektenhotel allein reicht nicht, um Biene, Hummel und Florfliege in den Garten zu locken. Das Nahrungsangebot und auch die Wasserversorgung sollte gesichert sein.

Wir brauchen sie, die Nektarsammler und Bestäuber in unseren Gärten, auf Feldern und in Grünanlagen. Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, auch Wespen und Käfer. Damit sie kommen und auch bleiben, bieten wir ihnen Unterschlupf.

Insektenhotels sind im Trend, aber oft unbewohnt, weil sie wohl nicht so konzipiert sind, wie sie sein sollten. Auch fertig angebotene funktionieren nicht immer. Aufgetürmte Zapfen und Rindenstückebleiben werden meist ignoriert.

Also: selbst ist der Mann: Zunächst wird eine stabile Kiste gebaut und diese dann mit Holzleim ausgestrichen. Dort werden dann die künftigen Brutröhrchen eingeklebt. Der Handel bietet dafür sogar schon gebundene Schilfhalme oder Bambusröhrchen an. Sofern im Garten vorhanden, kann man sich die auch selber schneiden.

Frisch sollten sie jedoch nicht verbaut werden, weil sie reißen oder faulen könnten.

Beim Schnitt der Halme darauf achten, dass sie sehr sauber geschnitten werden, dass die Insekten sich nicht verletzten. Die Vielfalt macht es aus, dass man verschiedenen Stärken nimmt. Man sagt so 2-10 mm Stärke und dann ins Insektenhotel hineinbringt.

Damit die kleinen Flieger ihre Eier dann auch wirklich in diese Röhrchen legen, müssen diese völlig hohl und sauber sein. Mit einem Bohrer wird dazu das Mark entfernt.

Gefällt Quartier und Lage, also etwas regengeschützt und für Vögel nicht so leicht anzufliegen, wird Pollenvorrat angelegt.

Erst dann kommt es zur Eiablage. Damit sich die Brut in Ruhe entwickeln kann wird die Kinderstube gut verschlossen. Wenn dann noch etwas Lehm im Angebot ist, geht das ziemlich schnell. Frisch bezogene Zimmer sind hell verschlossen.

Geputzt werden muss also nicht. Aber die Verpflegung der Gäste sollte gesichert sein. Sie bevorzugen Pflanzen, die möglichst viel Pollen haben und der gut erreichbar ist. Dolden- und Lippenblütler stehen auf ihrem Speiseplan ganz oben.

Wertvoll sind auch Löwenzahn, Gänseblümchen und Gundermann. Vielleicht kann der Rasenmäher eine Teilfläche stehen lassen. Obstgehölze und blühende Kräuter sind ebenfalls gefragt. Wichtig sind einfache, offene Blüten. möglichst, den ganzen Sommer lang.

Die ewig blühende Taubnessel oder auch späte Sedumarten verlängern das Speisenangebot. Zu „all-inclusive“ gehört auch eine Bar. Auf Steinen oder Blättern können Biene und Co sicher Platz nehmen. Und wo kein Teich in der Nähe ist, tut‘s auch ein kleiner Bottich.

 

Beitrag von Martina Hiller

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