Sonnenhut, Foto: Colourbox
Sonnenhut, Foto: Colourbox

- Gelbe Stauden im Garten - unterschätzte Schönheiten

Mit gelben Stauden holt man sich die Sonne in den Garten. Gelb wirkt heiter und warm, vermittelt Lebenskraft und Leichtigkeit, Gelb fällt auf und lockt zudem Insekten an. Gelbe Stauden gibt es in vielen verschiedenen Spielarten. Wir stellen die Schönsten vor.

Wer sagt eigentlich, dass Gelb nicht in den Garten passt? Schließlich ist Gelb die Farbe der Sonne. Gelb wirkt heiter und warm, Gelb fällt auf und lockt zudem Insekten an.

Daher findet auch Staudengärtner Sebastian Teske, dass Gelb im Garten nicht fehlen sollte. Auch wenn es heißt, Gelb ist die Farbe des Neides, setzt es im Garten positive Akzente und hat eine starke Leuchtkraft. Und: Gelb ist nicht gleich gelb - es gibt viele Nuancen, zwischen denen man wählen kann. Ein Garten ohne gelbe Stauden – schwer vorstellbar.

Das Goldkörbchen z.B. ist ein pflegeleichter Bodendecker, dessen sternförmige Blüten von Mai bis in den Oktober hinein leuchten.

Auch die Schafgarbe gibt es in Quittegelb. Sie liebt die volle Sonne und ist relativ anspruchslos. Wird sie nach der Blüte zurückgeschnitten, treibt sie in einer Saison nochmals Blüten.

Ein wahrer Dauerblüher ist der Gelb- oder Goldfelberich.

In seinen Blattachseln bilden sich sternförmige goldgelbe Blüten, die von unten nach oben langsam aufblühen - und das über mehrere Wochen.

Goldfelberich wächst selbst unter Gehölzen im Halbschatten und breitet sich mitunter schneller aus, als es einem lieb ist.

Fast fluoreszierend wirken die kleinen Blüten der Schwefelnelke. Wie Leuchtpunkte schillern sie im Beet. Ähnlich wirken die zartgelben Strohblumen der Sorte „Schwefellicht“.

Gelb wächst auch gerne hoch hinaus - wie z.B. die Wiesenraute. Einmal etabliert, wird sie von Jahr zu Jahr schöner.

Ähnliche Ansprüche hat die teppichbildende Nachtkerze. Sie wird ca. 30 cm hoch und blüht unentwegt bis in den Herbst hinein.

Interessant auch die vielen Sonnenaugen, Heliopsis 'Prairie Sunset' z.B. in orangerot.

Die Sorte „Goldgrünherz“ ist dicht gefüllt und in der Mitte zunächst grünlich.

Die kleinen gelborangenen Pomponblüten von Heliopsis „Asahi“ strahlen mit dem Sommer regelrecht um die Wette. Und auch die Sonnenbräute tragen die Sonne nicht nur im Namen. Helenium, abgeleitet vom griechischen Sonnengott Helios, ist mit seinen warmen Farben ein Muss im sommerlichen Staudenbeet.

Bei so viel Sonne darf natürlich auch die Echinacea, der Sonnenhut nicht fehlen.

Beitrag von Martina Hiller

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