Regisseur Dani Levy. (imago/teutopress)
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- Promis und ihre Gärten: Dani Levy

"Viel zu selten", sagt Regisseur Dani Levy, kommt er in seinen Garten an der Havel unweit von Premnitz - wenn er dann aber da ist, gibt’s immer erstmal eine Menge zu tun. Dani Levy – seit den 80er Jahren macht er Filme: witzige, traurige Filme, über Familien und Beziehungen. Zuletzt verfilmte er den Bestseller "Die Känguru-Chroniken". In seinem kleinen Haus, inmitten seiner grünen Idylle, saß er viele Stunden seines Lebens und schrieb seine Drehbücher. In diesem selbstgewählten Exil tankt er Ruhe und Inspiration, weit weg vom Alltag.

Viel zu selten, sagt Regisseur Dani Levy, kommt er in seinen Garten an der Havel unweit von Premnitz – wenn er dann da ist, gibt’s immer erstmal eine Menge zu tun: Die alte Weide sorgt für mehr Holz als ihm lieb ist. Die Terrasse frei zu fegen: einer der ersten Handgriffe, wenn er ankommt. Immer.

 

Die Weide ist für ihn ein Riesenproblem. Wenn der Wind von Westen anstürmt, bekommt er es schon mal mit der Angst zu tun, befürchtet, dass Äste herunterkommen und das Haus zerstören könnten. Dann verzieht er sich lieber nach hinten.

Trotzdem liebt er seine Weide und wäre traurig, wenn sie nicht da wäre. Am liebsten hätte er, dass sie wieder jünger würde – das hätte er auch gerne bei sich so…

 

Dani Levy - seit den 80er Jahren macht er Filme: witzige, traurige Filme, über Familien und Beziehungen. Zuletzt verfilmte er den Bestseller „Die Känguru-Chroniken“. Hier in diesem kleinen Haus, an diesem Tisch saß er viele Stunden seines Lebens und schrieb seine Drehbücher. In diesem selbstgewählten Exil tankt er Ruhe und Inspiration, weit weg vom Alltag.

 

An fast allem hat er hier gearbeitet. Den Film „Alles auf Zucker“ geschrieben, hat die „Tatorte“ und „Der Welt der Wunderlichs“ vorbereitet.

 

Vor knapp 20 Jahren hat er das Grundstück gekauft, der Garten - damals schon wild - durfte wachsen, wie er will. Inzwischen allerdings führt er ein Eigenleben, dem selbst Dani Levy sich nicht mehr gewachsen fühlt.

 

Er mag es eben, wenn es durcheinander ist, mag es überhaupt nicht ordentlich. Das Zurecht- Gestutzte, die ganze deutsche Vorgarten- oder auch Hintergartenkultur, die alles so ganz sauber eingemeindet, ist nicht nach seinem Geschmack. Er mag es gerne wild.

 

Als eine verlorene Schlacht bezeichnet der gebürtige Schweizer dieses Unterfangen, ein Garten ist er für ihn aber auch, dem er sich trotz allem stellt. Irgendwie zumindest. Aufgeben ist seine Sache nicht.

Für ihn ist das ein bisschen so, als würde man das Warnblinklämpchen auswechseln und denken, dass der Schaden am ganzen Auto dann behoben ist. So werden der Bambus und die Essigbäume einfach abgeschnitten, aber unterirdisch ist der Garten ‚nicht unter Kontrolle‘.

Dabei wuchsen hier sogar mal Kürbisse, doch um diese rund 400 Quadratmeter richtig zu pflegen, ist die Familie einfach zu selten da.

Hinzu kommt: So richtig Ahnung von Pflanzen hat Dani Levy nicht, was ihn selbst gar nicht stört.

‚Die Dinge wachsen lassen‘ ist sein Motto – und das gilt im Garten genauso wie bei seiner Arbeit als Regisseur.

Er sei eben kein Kontrollfreak. Das was er über Garten und Pflanzenwelt denkt, betrifft ein Stückweit auch die Arbeit am Film und mit Schauspielern. Er lässt sie gerne machen, wachsen, auch unkontrolliert. Er sei keiner, der so ganz klare Konzepte hat und sagt: Genau das will ich jetzt so sehen. ‚Ich bin nicht Gott“ fügt er hinzu.

Rein theoretisch gäbe es eine Menge Möglichkeiten, wie man so ein Fleckchen Natur gestalten kann. Theoretisch … Aber: Man soll ja nie nie sagen – man könnte hier einen ganz neuen Garten machen, wenn man wollen würde… Das wird. „Also komm‘ nächste Woche wieder, dann ist das hier top“, scherzt er.

Ganz ehrlich? Wahrscheinlich ist es sogar genau die Mischung aus wildem Grün, der Ruhe und dem Wasser vor der Tür, das Dani Levy sucht, wenn er hier rausfährt. Der Garten wird mit Sicherheit so bleiben, wie er ist.

Beitrag von Christine Deggau

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