KGA Wildkraut (Quelle: rbb)
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Finck und die Laubenpieper - Zu Besuch in der KGA Wildkraut

Ulrike Finck ist wieder unterwegs in den Kleingartenkolonien der Region. Dabei schaut sie nicht nur über den Gartenzaun, sondern taucht auch tief ein ins Gartengeschehen. Natürlich hat sie wieder ganz besondere Schrebergärtner, ungewöhnlich Gärten und viele Tipps entdeckt! Diesmal geht es um die Kleingartenanlage "Wildkraut" am Ostpreußendamm.

Wir sind heute in der Kleingartenanlage "Wildkraut" in Berlin. Und wenn man sich hier umschaut, dann sieht man sofort, hier ist tatsächlich alles wilder und auch ganz anders als üblicherweise in Kleingartenanlagen. 

Frau Mombour gärtnert seit 10 Jahren in der Anlage. Herzstück ihres Gartens ist das 70 Quadratmeter große Gemüsebeet. Bestückt mit viel Wildem und mir gänzlich Unbekanntem. Was sich unter Ihrem kleinen Gewächshaus verbirgt, sieht aus wie Frühling, denn sie pflanzt jetzt noch Salate. Endiviensalat, Bataviasalat und Erbsen. Und dafür nimmt sie die Blätter der Erbse, die übrigens auch wie Erbsen schmecken.

Die Ökoanlage ist vor zehn Jahren auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei entstanden. Zäune gibt es hier nicht, um Igel und Fuchs freie Bahn zu lassen. Chemische Pflanzenschutzmittel sind verboten und statt Mineraldüngung setzten die Gärtner hier auf Kompostwirtschaft. Auf der Anlage gibt es sogar einen riesigen Gemeinschaftskomposthaufen. Hier treffen wir Geraldine Döring. Ihr Garten liegt zweihundert Meter Luftlinie entfernt. Ein tolles Areal. Und auch bei Geraldine Döring wächst im Garten Ungewöhnliches: Bayrische Kiwis, die sehr lecker schmecken und winterhart sind. Man kann sie so mit der Schale essen und auch Gelee oder Marmelade daraus machen.

Man braucht von den Kiwis immer zwei. Ein Männchen und ein Weibchen zum Befruchten. 

Die Wildkrautkolonie ist klein, nur 47 Parzellen hat sie. Und so abwechslungsreich wie die Bepflanzung sind auch ihre Gärtner. Herta Höfle hat ihren Garten seit einem Jahr. Im Garten von dem Pianisten Udo Agnesens entdecken wir am Ende unseres Besuches noch etwas Exotisches. Seit zwei Jahren bewirtschaftet er seinen Garten in der Kolonie „Wildkraut“. Japanischer Senfkohl. Er schmeckt sehr gut. Im Winter geht er ein und samt sich dann von alleine jedes Jahr wieder aus. Der Geschmack: Scharf mit einer leichten Bitterkeit.

Beitrag von Ulrike Finck

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