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Bild: rbb Presse & Information

- PRORA - Naziseebad und Sperrgebiet

Es ist ein Denkmal des Größenwahns: Das "KDF-Bad" in Prora auf Rügen. Hier sollte die "Deutsche Volksgemeinschaft" entstehen. Mit Gründung der DDR verschwand der Ort von der Landkarte und wurde militärisches Sperrgebiet.

Vogelperspektive auf den Komplex. © rbb/credo:film/Jan Kerhart
Vogelperspektive auf den Komplex.

Hier sollte die "Deutsche Volksgemeinschaft" entstehen: bedingungslose Gefolgschaft aus Dankbarkeit zu einem Führer, der einem einen herrlichen Urlaub ermöglichte. Adolf Hitler vertrat die Position, nur mit erholten Arbeitern "kann man wahrhaft große Politik machen." Von Anfang an war Prora ein kriegswichtiges Objekt ‑ fertiggestellt wurde es nicht.

Flur. © rbb/credo:film/Jan Kerhart
Flur

Als der Krieg begann, waren die monumentalen Blöcke erst im Rohbau fertig. Mit der Gründung der DDR begann die zweite, die unbekanntere, geheimnisvollere Geschichte Proras: der Ort verschwand von der Landkarte und wurde militärisches Sperrgebiet. Die Nationale Volksarmee, die NVA, zog ein. Prora wurde zur Kaserne. "Drei Worte genügen: nie wieder Rügen", so sagten die Soldaten.

Ruine. © rbb/credo:film/Jan Kerhart
Ruine

Zeitzeugen erzählen emotional, was sie mit diesem Ort verbinden, was sie hier erlebten. Lutz Stiller wurde in Prora zum Fallschirmjäger und Einzelkämpfer ausgebildet. Auf einer geheimen Baustelle, zwanzig Meter unter dem Meeresspiegel, legte der Bausoldat Andreas Ilse die Fundamente für den Hafen Mukran. Und sein Kollege, der Bürgerrechtler Ralf Hirsch, gab Informationen über die Lebens‑ und Arbeitsbedingungen in Prora an den "Stern" weiter.

Die Dokumentation zeigt seltenes Archivmaterial. Eindrucksvoll: Ein Bauwerk im Verfall – ein Gegensatz zur Schönheit der Insel.

Film von Jan N. Lorenzen

Erstausstrahlung am 16.09.2014/rbb

Eisenhüttenstadt - das größte Freiflächendenkmal Deutschlands. © rbb/Johannes Schneeweiss
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Eisenhüttenstadt

Sie war die erste "sozialistische" Stadt Deutschlands. Der Film erzählt unbekannte Geschichten über die Entstehung der Stadt, die sich in den ersten Jahren "Stalinstadt" nannte.

Kienbaum - Die Weltmeisterschmiede in der Mark, Quelle: rbb
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Kienbaum - Die Weltmeisterschmiede in der Mark

Der Film zeigt die Geschichte des Ortes vom Beginn der 1950er Jahre bis heute. Gut getarnt im Wald, nahe dem Liebenberger See, lag eines der großen Geheimnisse des DDR Sports.

Der Anhalter Bahnhof bei seiner Neueröffnung © rbb/Slg. Axel Mauruszat
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Der Anhalter Bahnhof

Der Film erzählt von der wechselhaften und geheimnisvollen Geschichte des Bahnhofs, der einst das lebendige Herz einer pulsierenden Metropole war und allmählich aus dem Stadtbild und dem Bewusstsein der Berliner verschwand.

Ehemalige Goebbels-Villa und dann FDJ- Jugendhochschule Bogensee, Quelle: imago/PEMAX

Bogensee - Goebbels Villa & Hochschule der FDJ

Verfallen steht am Bogensee, nördlich von Berlin, der Landsitz von Joseph Goebbels - und daneben die Kaderschmiede der FDJ. In seiner Villa empfing Goebbels seine Geliebte. Beinahe hätte er für diese Liebe seine Arbeit als Propagandaminister aufgegeben, doch er entschied sich für die Macht. Nach dem Krieg wurde hier am Bogensee der Funktionärsnachwuchs der Freien Deutschen Jugend ausgebildet.

Wolfsschanze in Gierloz (Görlitz) Nähe Ketrzyn, Quelle: dpa/Andreas Keuchel
dpa/Andreas Keuchel

Geheimnisvolle Orte - Hitlers Wolfsschanze

Die Wolfschanze war das Größte der so genannten "Führerhauptquartiere" im Zweiten Weltkrieg. Ein Ort, der im NS-Staat lange geheim gehalten wurde und um den sich Legenden und Gerüchte rankten. Ein deutscher Schicksalsort.