Die Geheimnisse des Parkes liegen unter seiner Oberfläche. © rbb/Studio Mitte Media
Bild: rbb Presse & Information

Mont Klamott - Der Volkspark Friedrichshain

Schon der Name offenbart das Spannungsfeld: Ein Park für das Volk, benannt nach dem königlichen Herrscher.

Die Geschichte des Parks liegt 30 cm unter dem Rasen. Wer ahnt das schon? Ein Sommertag im Volkspark Friedrichshain.

Ein Stück grüne Freiheit für die einfachen Leute aus dem Ostteil der Stadt, immer gebilligt und gleichzeitig beargwöhnt durch die Herrschenden. Das Volk hat einen Park bekommen und es hat sich den Park genommen. Sollte es anfangs nur ein Erholungspark werden, damit die Arbeitskräfte wieder aufgeladen werden, hat das Volk hier sofort seine Toten aus den Barrikadenkämpfen von 1848 begraben.

Ein Sommertag im Volkspark Friedrichshain. © rbb/Studio Mitte Media
Von Anfang an als Pendant zum aristokratischen Tiergarten geplant. Als Park für das Volk (Postkartenfoto).

Über hundert Jahre später sollte unter der Diktatur des Proletariats den Revolutionskämpfern gehuldigt werden, doch das Volk hat seine Picknickdecken ausgepackt. Bis heute kann es hier seine politische wie unpolitische Seite ausleben. Das geschah immer gleichzeitig. Und so bleibt der Park immer ein Stück Freiheit in der Enge der Stadt.

Das Geheimnis unterm Mont Klamott. Im Inneren des Berges gibt es eine andere Welt.© rbb/Studio Mitte Media
Das Geheimnis unterm Mont Klamott. Im Inneren des Berges gibt es eine andere Welt.

Ein geheimnisvoller Ort.

Sein Geheimnis ist die Geschichte. Seine, die der Stadt und vor allem die der Menschen, die in den letzten 170 Jahren durch ihn hindurchgegangen sind. Doch wer von den vielen Spaziergängern heute weiß, was sich unter dem Grün befindet? Ist das ein Berg, eine "grüne Beule" oder ein riesiger Bunker, der nicht gesprengt werden konnte?

Inge Mühlbach, © rbb/Studio Mitte Media
'Neulich sitz ich mit ner alten Dame auf ner Bank ...' Inge Mühlbach könnte die Frau aus dem Silly-Song 'Mont Klamott' sein. Sie hat den 'Berg zusammengekarrt'.

Der Mont Klamott

Die Autoren der Dokumentation erhalten exklusiven Zugang zu den gigantischen Hohlräumen unter dem Park. Oben drüber der Schutt des Krieges: Die Trümmer mehrerer Stadtbezirke gaben dem Gipfel seinen Namen: "Mont Klamott".
Jede Zeit hat ihre Zeichen im Park hinterlassen. Die Geschichten, die die Menschen in dem Film erzählen, machen die Zeichen sichtbar. Zum einen unter dem Rasen, unter den Promenaden und Bäumen, zum anderen in den vielen Zeichen über der Erde. Beides, das Oben und das Unten erzählt die spannende Dokumentation.

Film von Simone Dobmeier, Torsten Striegnitz

Erstausstrahlung am 19.11.2013/rbb

Schild Stalinstadt (Quelle: bb/Johannes Schneeweiss)
bb/Johannes Schneeweiss

Eisenhüttenstadt

Sie war die erste "sozialistische" Stadt Deutschlands. Der Film erzählt unbekannte Geschichten über die Entstehung der Stadt, die sich in den ersten Jahren "Stalinstadt" nannte.

Kienbaum - Die Weltmeisterschmiede in der Mark, Quelle: rbb
rbb Presse & Information

Kienbaum - Die Weltmeisterschmiede in der Mark

Der Film zeigt die Geschichte des Ortes vom Beginn der 1950er Jahre bis heute. Gut getarnt im Wald, nahe dem Liebenberger See, lag eines der großen Geheimnisse des DDR Sports.

Der Anhalter Bahnhof bei seiner Neueröffnung © rbb/Slg. Axel Mauruszat
rbb Presse & Information

Der Anhalter Bahnhof

Der Film erzählt von der wechselhaften und geheimnisvollen Geschichte des Bahnhofs, der einst das lebendige Herz einer pulsierenden Metropole war und allmählich aus dem Stadtbild und dem Bewusstsein der Berliner verschwand.

Ehemalige Goebbels-Villa und dann FDJ- Jugendhochschule Bogensee, Quelle: imago/PEMAX

Bogensee - Goebbels Villa & Hochschule der FDJ

Verfallen steht am Bogensee, nördlich von Berlin, der Landsitz von Joseph Goebbels - und daneben die Kaderschmiede der FDJ. In seiner Villa empfing Goebbels seine Geliebte. Beinahe hätte er für diese Liebe seine Arbeit als Propagandaminister aufgegeben, doch er entschied sich für die Macht. Nach dem Krieg wurde hier am Bogensee der Funktionärsnachwuchs der Freien Deutschen Jugend ausgebildet.

Wolfsschanze in Gierloz (Görlitz) Nähe Ketrzyn, Quelle: dpa/Andreas Keuchel
dpa/Andreas Keuchel

Geheimnisvolle Orte - Hitlers Wolfsschanze

Die Wolfschanze war das Größte der so genannten "Führerhauptquartiere" im Zweiten Weltkrieg. Ein Ort, der im NS-Staat lange geheim gehalten wurde und um den sich Legenden und Gerüchte rankten. Ein deutscher Schicksalsort.