Kernkraftwerk Rheinsberg, Quelle: rbb/filmtank

- Das Kernkraftwerk Rheinsberg

Der Film beleuchtet den Ort Rheinsberg von verschiedenen Seiten und ist zugleich ein Zeitdokument über die DDR, ihre Fortschrittsgläubigkeit und ihr Streben, besser als die Bundesrepublik zu sein.

Wasserentnahmestelle, Quelle: rbb/filmtank
Wasserentnahmestelle

Rheinsberg ist das erste Kernkraftwerk auf deutschem Boden

erbaut inmitten eines brandenburgischen Naturschutzgebietes. Keine andere Technologie wurde in der frühen DDR so hoch gepriesen wie die Kernenergie und keine war mit größeren Erwartungen verbunden.

Kontrollzentrum (Blockwarte) des Kernkraftwerkes Rheinsberg, Quelle: rbb/filmtank
Kontrollzentrum (Blockwarte) des Kernkraftwerkes Rheinsberg
Das Mitte der 1950er Jahre anbrechende Atomzeitalter sollte auch den Arbeiter- und Bauernstaat in eine leistungsfähige Industrienation verwandeln und damit zugleich seine Überlegenheit im Systemwettbewerb mit der Bundesrepublik demonstrieren.
Doch das ehrgeizige Ziel, bis 1975 insgesamt 15 Kernkraftwerke zu errichten und dadurch die Braunkohle als Energieträger abzulösen, wurde nicht eingelöst. Am 9. Mai 1966 wurde der Rheinsberger Atommeiler in Betrieb genommen und als sozialistische Errungenschaft gefeiert. Der Wettlauf mit der Bundesrepublik schien gewonnen. Grundremmingen in Bayern ging erst drei Monate später ans Netz.
Blick in den Reaktorsaal, Quelle: rbb/filmtank
Blick in den Reaktorsaal
Mit 70 Megawatt deckte das Kernkraftwerk Rheinsberg den Energiebedarf einer Stadt wie Potsdam. Mit dem Bau des Kraftwerkes verändert sich das beschauliche Rheinsberg in eine Industriestadt. Mit 670 Mitarbeitern wurde es zum größten Arbeitgeber der Region. Obwohl die Anlage nur durch einen Maschendrahtzaun geschützt war, gab sie in der Bevölkerung zu Spekulationen Anlass.
Ein schwerwiegender Störfall ereignete sich 1987, als radioaktive Flüssigkeit ins Erdreich drang. Nach der Wende wurde Rheinsberg im Juni 1990 vom Netz genommen - zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Es genügte nicht den notwendigen Sicherheitsstandards der Bundesrepublik. 1995 begann man, das Kernkraftwerk zurückzubauen, eine langwierige und zugleich einmalige Aufgabe. Bisher hat es in Deutschland einen so komplexen Rückbau nicht gegeben. Dabei zeigt sich exemplarisch, mit welchen Problemen und Risiken diese Technologie behaftet ist.
Kernkraftwerk Rheinsberg mit 110 KV-Anlage, Quelle: rbb/filmtank
Kernkraftwerk Rheinsberg mit 110 KV-Anlage

Ein technisches Denkmal oder eine grüne Wiese?

Was wird vom Kernkraftwerk Rheinsberg bleiben? Der Film beschreibt den Bau und den Betrieb des KKW Rheinsberg. Ehemalige und heutige Mitarbeiter kommen zu Wort und berichten, wie es damals war, in einem Kernkraftwerk zu arbeiten, ob sie Angst vor Strahlung hatten, welcher Zukunftsglaube in der Technologie steckte. Aber auch die Schwierigkeiten - Störfälle, Privilegien der Mitarbeiter, ein Todesfall - werden auf spannende Weise erzählt.

Film von Lutz Pehnert

Erstausstrahlung 20.11.2012/rbb
Schild Stalinstadt (Quelle: bb/Johannes Schneeweiss)
bb/Johannes Schneeweiss

Eisenhüttenstadt

Sie war die erste "sozialistische" Stadt Deutschlands. Der Film erzählt unbekannte Geschichten über die Entstehung der Stadt, die sich in den ersten Jahren "Stalinstadt" nannte.

Kienbaum - Die Weltmeisterschmiede in der Mark, Quelle: rbb
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Kienbaum - Die Weltmeisterschmiede in der Mark

Der Film zeigt die Geschichte des Ortes vom Beginn der 1950er Jahre bis heute. Gut getarnt im Wald, nahe dem Liebenberger See, lag eines der großen Geheimnisse des DDR Sports.

Der Anhalter Bahnhof bei seiner Neueröffnung © rbb/Slg. Axel Mauruszat
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Der Anhalter Bahnhof

Der Film erzählt von der wechselhaften und geheimnisvollen Geschichte des Bahnhofs, der einst das lebendige Herz einer pulsierenden Metropole war und allmählich aus dem Stadtbild und dem Bewusstsein der Berliner verschwand.

Ehemalige Goebbels-Villa und dann FDJ- Jugendhochschule Bogensee, Quelle: imago/PEMAX

Bogensee - Goebbels Villa & Hochschule der FDJ

Verfallen steht am Bogensee, nördlich von Berlin, der Landsitz von Joseph Goebbels - und daneben die Kaderschmiede der FDJ. In seiner Villa empfing Goebbels seine Geliebte. Beinahe hätte er für diese Liebe seine Arbeit als Propagandaminister aufgegeben, doch er entschied sich für die Macht. Nach dem Krieg wurde hier am Bogensee der Funktionärsnachwuchs der Freien Deutschen Jugend ausgebildet.

Wolfsschanze in Gierloz (Görlitz) Nähe Ketrzyn, Quelle: dpa/Andreas Keuchel
dpa/Andreas Keuchel

Geheimnisvolle Orte - Hitlers Wolfsschanze

Die Wolfschanze war das Größte der so genannten "Führerhauptquartiere" im Zweiten Weltkrieg. Ein Ort, der im NS-Staat lange geheim gehalten wurde und um den sich Legenden und Gerüchte rankten. Ein deutscher Schicksalsort.