Zugang zum Studio Babelsberg (Quelle: rbb/Finkernagel & Lück)
Bild: rbb/Finkernagel & Lück

- Das Filmstudio Babelsberg

Babelsberg - die Wiege der deutschen Filmkunst, Hollywood in Brandenburg. Seit über 100 Jahren werden hier Filme gemacht. Der Film erzählt die turbulente Geschichte dieser Traumfabrik, die im Wechselbad der politischen und geschichtlichen Ereignisse oft auch Alptraumhaftes und Dramatisches durchlebte.

Tonkreuz Große Halle (historisch) (Quelle: rbb/Finkernagel & Lück)
Vor 100 Jahren, am 12. Februar 1912, finden in Babelsberg die ersten Aufnahmen statt. Asta Nielsen steht für den Film "Der Totentanz" im großen, lichtdurchfluteten Glasstudio. An diesem Tag wird ein Mythos geboren: Babelsberg, die Wiege der deutschen Filmkunst.

In nur drei Monaten wurde aus einem halbverfallenen Fabrikgebäude das Filmstudio. Heute ist es das älteste der Welt, das noch immer in Betrieb ist. Vor 1933 begegneten sich Amerika und Deutschland im Filmgeschäft auf Augenhöhe. Die großen Studios in Babelsberg sind Hollywood ebenbürtig. Es ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte des deutschen Kinos.

In der Zeit zwischen 1919 und 1932 entstehen viele künstlerisch wegweisende Produktionen, die den Mythos der auf dem Filmgelände beheimateten Ufa begründen. 100 Jahre Babelsberg stehen für große Filmkunst, aber auch für Kino als Instrument totalitärer Herrschaft und Propaganda.
ein Filmplakat für den Film "Jud Süß", Quelle: dpa
Filmplakat zum Nazi-Propaganda-Film "Jud Süß" im Filmmuseum Potsdam
Im Nationalsozialismus übernimmt Reichspropagandaminister Joseph Goebbels in Babelsberg die Regie. Die Nazis wollen Babelsberg zur größten Filmstadt der Welt machen. Wer Jude ist oder nicht linientreu, wird rausgeworfen und vertrieben. Von diesem künstlerischen Aderlass wird sich der deutsche Film nicht mehr erholen. Aus Babelsberg kommen nun berüchtigte Propagandastreifen, vor allem aber Gute Laune und Herzschmerzfilme.
Nach dem Krieg dienen die Studios der DEFA, die so etwas wie ein Gegenmodell zur Ufa wird: antikapitalistisch und antifaschistisch, als Staatsfilmgesellschaft teils folgsam, teils widerständig.
Volker Schlöndorff (Quelle: rbb/Finkernagel & Lück)
Regisseur Volker Schlöndorff
"Heilige Erde", so hat der Regisseur Volker Schlöndorff Babelsberg einmal genannt und damit das Geheimnis des Erfolges des Filmstudios beschrieben. Diese Aura ist es, die auch heute wieder die Großen des Kinos nach Babelsberg lockt.
Tarantino in Babelsberg (Quelle: dpa)
Quentin Tarantino im Studio Babelsberg

So drehen Quentin Tarantino, Roman Polanski, Tom Cruise, Kate Winslet in Babelsberg und beleben die Traumfabrik vor den Toren Berlins immer wieder aufs Neue.

Henry Hübchen (Quelle: rbb/Finkernagel & Lück)
Schauspieler Henry Hübchen

Der Film erzählt die turbulente Geschichte dieser Traumfabrik, die im Wechselbad der politischen und geschichtlichen Ereignisse oft auch Alptraumhaftes und Dramatisches durchlebte. Dazu reist die Dokumentation mit zahlreichen Filmausschnitten von der Vergangenheit bis in die Gegenwart.

Die Regisseure Volker Schlöndorff und Tom Tykwer, die Schauspieler Michael Gwisdek, Angelica Domröse, Henry Hübchen und Uwe Kockisch erzählen von "unserem Hollywood".

Film von Daniel Finkernagel und Alexander Lück

Erstausstrahlung am 07.02.2012/rbb

rbb/ARTE-Koproduktion

 

Hier finden Sie das Studio Babelsberg

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