Die DDR-Spitze vor Honeckers Jagdhaus "Wildfang". © rbb/BStU
Die DDR-Spitze vor Honeckers Jagdhaus "Wildfang". | Bild: rbb Presse & Information

- Die Schorfheide - Das Jagdrevier der Mächtigen

Der Film erzählte eine einzigartige Geschichte von Privilegien und Psychosen, Skrupellosigkeit und Größenwahn, Arroganz und Biederkeit. Ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte voller Mythen, Wahrheiten und Legenden.

Die Schorfheide, in unmittelbarer Nähe der alten und neuen Regierungsmetropole Berlin - eine einzigartige Landschaft, in der über Jahrhunderte hinweg deutsche Herrschaftsgeschichte geschrieben wurde. An keinem anderen Ort zeigt sich das seltsame, oft im Verborgenen gebliebene Wechselspiel von Jagd und Macht so prägnant wie hier.

Wer den Spuren der "mächtigen" Jäger folgt, der stößt unvermittelt auf unbekannte Geschichten und Geheimnisse. Eine historische "Jagdstrecke" aller Couleur tut sich dabei auf: Monarchen, Sozialdemokraten, Nazis, Kommunisten ...

Wilhelm II., für den die Jagd oft wichtiger war als die Politik. Hermann Göring, der sich in seinem bis heute geheimnisumwitterten pompösen Jagdschloss Carinhall in unvorstellbarem Maße selbst inszenierte. Und auch Walter Ulbricht, Erich Honecker und Erich Mielke drückten der Schorfheide ihr "Siegel" auf. Von hier gab es den Befehl zum Mauerbau, wurden Intrigen mit den Kremlherren geschmiedet und Politik und Privatleben in einem Maße verquickt, wie es die DDR-Bevölkerung nicht ahnte.

Film von Daniel und Jürgen Ast

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