Raststätte Dreilinden, Quelle: rbb/Karin Reiss

- Drewitz-Dreilinden - Transit Westberlin

Ein spannendes Stück deutscher Geschichte von der Blockade bis zum Mauerfall. In der Dokumentation erzählen Zeitzeugen von tragischen und skurrilen Erlebnissen an diesem Ort.

Ehemaliger Autobahnkontrollpunkt Dreilinden
Ehemaliger Autobahnkontrollpunkt Dreilinden
Es ist ein Ort mit vielen Namen: "Autobahnkontrollpunkt Dreilinden", "Grenzübergangsstelle Drewitz", "Checkpoint Bravo" oder "Kontrollpassierpunkt Nowawes". Alle Namen meinen das gleiche: Das Nadelöhr, durch das alle mussten, die mit dem Auto über die Transitstrecke von und nach Westberlin wollten. Für die Westberliner war es das Tor zur Bundesrepublik, für DDR-Bürger ein lebensgefährliches Sperrgebiet.
Kommandantenturm an der ehemaligen Grenzübergangstelle Drewitz, Quelle: rbb/Karin Reiss
Kommandantenturm an der ehemaligen Grenzübergangstelle Drewitz

Die DDR demonstrierte hier ihre Macht im innerdeutschen Grenzverkehr, reagierte mit Schikanen, Staus und Sperrungen auf politische Spannungen. Die Autobahngrenzübergangsstelle "Dreilinden-Drewitz" war ein neuralgischer Punkt für die deutsch deutschen Beziehungen.

Autobahnkontrollpunkt Dreilinden mit Raststätte

Erst das Transitabkommen sorgte ab 1972 für Entspannung und Erleichterungen. Vertragliche Regelungen standen hier nun auf dem Prüfstand. Auf der DDR-Seite wurde Drewitz die größte Grenzübergangsstelle zwischen beiden deutschen Staaten. Für die Westberliner wurde er mit den Jahren zur merkwürdigen Normalität. Doch bis zum Schluss blieb er ein Seismograph für die Befindlichkeit im geteilten Deutschland. Politische Ereignisse und Entwicklungen sind eng mit der Geschichte von "Drewitz Dreilinden" verbunden.

In der Dokumentation erzählen Zeitzeugen von tragischen und skurrilen Erlebnissen an diesem Ort. So gelang es Walter Knab 1962, seine zukünftige Frau Jutta in einer waghalsigen Aktion im Koffer auf dem Motorroller über die Grenze nach West Berlin zu schmuggeln.

Rudolf Holtz, er war zwischen 1958 und 1960 Zöllner in Drewitz, gibt mit selbst geschossenen Fotos seltene Einblicke in seine damalige Arbeit. Er erzählt von schicken Westautos, die für die DDR-Elite beschlagnahmt wurden, und von Westbussen mit dem Wirtschaftswunder Duft von "4711" und Orangen.

Film von Karin Reiss

Erstausstrahlung 2012/rbb

Schwanenwerder versteckt hinterm Grunewald in der Havel, Quelle: rbb
rbb

Eine Insel mit Geschichte - Schwanenwerder

Eine Insel vor den Toren der Stadt, ein Havel-Paradies für betuchte Berliner: Schwanenwerder. Hier ziehen sich diskret Millionäre zurück. Einst Kuhweide, dann bürgerliches Insel-Idyll. Im Dritten Reich erobern hochrangige Nazis die Insel, unter ihnen Propagandaminister Goebbels. Jüdische Nachbarn werden enteignet und vertrieben. Schwanenwerder ist auch ein Spiegel der deutschen Geschichte.

Logo: Geheimnisvolle Orte (Quelle: rbb)
rbb

Der Müggelsee

Der Müggelsee ist der größte Berliner See und in den angrenzenden Müggelbergen findet sich die höchste Erhebung der Hauptstadt – ein Ort der Superlative. Die jüngere Geschichte des Müggelsees ist die der kleinen Leute und der Sehnsucht nach Licht, Luft und Sonne. Mit Beginn der Industrialisierung und der beginnenden Erholungssuche der Massen wird der See zum Ausflugsziel der Arbeiter schlechthin.

Das Axel-Springer-Hochhaus steht an der Kreuzung Rudi-Dutschke-Straße/Axel-Springer-Straße.
imago/Jürgen Ritter

Das Springer-Hochhaus

Das nach seinem Gründer, dem legendären wie umstrittenen Verleger Axel Springer, benannte Medienhaus ist seit Jahrzehnten ein politisch aufgeladener Ort: Feindbild für die einen, Symbol der freien Welt für die anderen.