- Der Spreewald

Der Spreewald ist ein Ort voller Schönheit und Geschichte. Besiedelt wird die Region vor etwa 1500 Jahren vom Stamm der Lusitzi.

Die Slawenburg bei Raddusch ist eine nachempfundene Wehranlage der Wenden. © rbb/Ester Schwade
Die Slawenburg bei Raddusch ist eine nachempfundene Wehranlage der Wenden.

Die Lusitzi kultivierten das unwegsame Land, bauten Blockhäuser, Boote und Brücken und vernetzten die Wasserarme mit Kanälen. Die Lusitzi sind die Vorfahren der Wenden, wie sie sich heute nennen, oder Sorben, wie sie vor allem zu DDR-Zeiten bezeichnet wurden. Sie prägen die Region mit ihren slawischen Traditionen.

Das Ochsen-Denkmal bei Dissen symbolisiert eine alte Sage zur Entstehung des Spreewaldes © rbb/Ester Schwade
Das Ochsen-Denkmal bei Dissen symbolisiert eine alte Sage zur Entstehung des Spreewaldes

Sie aus dem heutigen Gebiet das Denkmal bei Dissen symbolisiert eine alte Sage zur Entstehung des Spreewaldes: Der Teufel sollte mit zwei Ochsen die Spreewiesen pflügen, doch die Ochsen brannten ihm durch und rannten wie wild herrenlos mit dem Pflug los. So entstanden viele Gräben, die sich danach mit Wasser füllten.

Die 80-jährige Marga Morgenstern lebt die Bräuche ihrer Vorfahren. In ihrer Biografie bündelt sich die Zeitgeschichte der Region: Ihre Großmutter war eine der sogenannten "Spreewald-Ammen", die im Berlin der Kaiserzeit die Kinder der Reichen stillten und versorgten.

Kurt Jurischka aus Boblitz ist ein Kahnfährmann der ersten Stunde © rbb/Ester Schwade
Kurt Jurischka aus Boblitz ist ein Kahnfährmann der ersten Stunde

Der Film erzählt über die Zeit des Nationalsozialismus im Spreewald: Die wendische Sprache kommt auf den Index, die Namen der Dörfer werden eingedeutscht. Marga Morgenstern erlebt auch, wie die Einheimischen vor der Front in die Tiefen des Spreewaldes fliehen, so wie in allen Kriegen zuvor.

Mit bisher unbekannten Archivaufnahmen, interessanten Zeitzeugen und unerzählten Geschichten wird die wechselvolle Nachkriegsgeschichte des Spreewaldes erlebbar. Trotz sozialistischer Großindustrie im unmittelbaren Umfeld konnte sich die Region ihre ganz eigene Identität bewahren. Heute gehört sie (trotz vieler Touristen) zu den unentdeckten Perlen landschaftlicher und kultureller Vielfalt in Deutschland.

Film von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich

Erstausstrahlung am 19.01.2016/rbb

Tuberkuloseheilstätte, Reichssportsanatorium und sowjetisches Lazarett in Hohenlychen
rbb/Manfred Selle

Hohenlychen - Das Sanatorium der Nazis

In Hohenlychen, 80 Kilometer nördlich von Berlin, stehen Villen und Häuser im Fachwerkstil am Zenssee. Prunkvolle Treppenaufgänge, Hunderte von Zimmern und Sälen. In den 20er und 30er Jahren gehörte Hohenlychen zu den Orten, an denen sich die nationale und internationale Prominenz der Welt traf. Hohenlychen versprach Genesung, Entspannung und erstklassige medizinische Betreuung, ein kleines Davos mitten in der Mark Brandenburg.

Flughafen Tempelhof: Flughafen vom Rollfeld aus gesehen, Foto: rbb
rbb

Airport mit Geschichte - Flughafen Tempelhof

Vor 70 Jahren begann die erste Schlacht des Kalten Krieges. Fast ein Jahr lang versorgten die Westmächte die Millionenstadt Berlin aus der Luft. Rosinenbomber landeten im Minutentakt am Flughafen Tempelhof. Die Blockade der Sowjetunion scheiterte. Und "Tempelhof", dieser Monumentalbau mit Start- und Landebahnen, mit Katakomben und unterirdischen Labyrinthen, wurde zum Mythos.

Schatten des Torbogens auf dem Gelände der früheren Garnisonkirche (Quelle: imago)

Die Potsdamer Garnisonkirche - Ein preußisches Wahrzeichen

Keine andere Kirche Deutschlands wurde und wird derartig verehrt, geliebt, verteufelt und gehasst wie die Potsdamer Garnisonkirche. Der Film erzählt die Geschichte dieses verschwundenen Ortes und deckt dabei eine Reihe von Mythen und Legenden rund um die Kirche auf.

Pferde und Jockeys beim Start (Quelle: Imago/Heinzmann/Sorge)
Imago/Heinzmann/Sorge

Rennbahn Hoppegarten

Hoppegarten bei Berlin ist die schönste und traditionsreichste Rennbahn Deutschlands. 430 Hektar umfasst das Areal, das sich auf einem ehemaligen Anbaugebiet für Hopfen, aus der Zeit des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm I, erstreckt. Seit dem 17. Mai 1868 fliegen hier die Hufe der Pferde im Schatten der Eichen.

Quelle: rbb

Geheimnisvolle Orte - Küstrin - Pompeji an der Oder

Küstrin – der Name steht für den Schrecken und Wahnsinn des Krieges. Am Ende des 2. Weltkriegs, Ende Januar 1945, wurde Küstrin zur Festung erklärt. Die Stadt sollte eine letzte Bastion werden, um den Vormarsch der Roten Armee auf die Reichshauptstadt Berlin zu stoppen.