Gefängnis Moabit, Quelle: rbb
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- Das Gefängnis Moabit

Mitten in Berlin, zwischen Kanzleramt und Kurfürstendamm, hinter dicken Mauern und meterhohem Stacheldraht befindet sich eines der ältesten Untersuchungsgefängnisse Deutschlands - die JVA Moabit. 

Die Justizvollszugsanstalt Moabit ist Teil eines riesigen Komplexes der Strafjustiz und seit mehr als 100 Jahren von verstörender Präsenz in Berlins City. Und obwohl mitten im Zentrum der Hauptstadt, bleibt die JVA Moabit für Außenstehende verborgen und geheimnisvoll. Nur selten wird an diesem Ort Einblick gewährt, öffnen sich die schweren, vergitterten Türen für Fernsehkameras.

Geheimnisvolle Orte: Gefängnis Moabit, Quelle: rbb
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Die Dokumentation betritt diese abgeschlossene Welt und erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven den Alltag und die Geschichte dieses Mikrokosmos, der auf bizarre Weise deutsche Geschichte und Gegenwart komprimiert.

Geheimnisvolle Orte: Das Gefängnis Moabit, Quelle: rbb

Ernst Thälmann wartete ab 1933 im Moabiter Untersuchungsgefängnis auf seinen Prozess. Ob er dort dem ab 1935 ebenfalls inhaftierten Erich Honecker begegnete, darüber schwieg der spätere DDR Staatschef, selbst als er nach 57 Jahren, nach der Wende, zum zweiten Mal als Untersuchungshäftling in die JVA Moabit kommt.

Archivbild: Fahndungsfoto des mutmaßlichen Terrorosten Norbert Kröcher, aufgenommen im Dezmeber 1974. (Quelle: dpa)
Norbert Erich Kröcher von der Bewegung 2. Juni

Vorher saßen hier die Mitglieder der "Bewegung 2. Juni" ein. Für die Terroristen wird eigens ein Hochsicherheitstrakt gebaut, der nach 1989 wieder verschwindet.

Der Film spürt die Geheimnisse dieses Ortes auf. Deren Tragik, Kraft und auch schreckliche Banalität speisen sich aus der extremen Situation der Untersuchungshaft, in der die einen in absoluter Unfreiheit ausharren müssen und die anderen diesen Zustand garantieren.

Wie Arno Funke alias Dagobert als Untersuchungshäftling damit umging, auch davon erzählt dieser Film. Die Justizvollzugsanstalt Moabit "Ein verschlossener Ort" mitten in Berlin.

 

Film von Galina Breitkreuz

Erstsendung am 29.08.16/ARD 1.

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