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Geschichte einer deutschen Machtzentrale - Görings Ministerium

Das heutige Finanzministerium wurde 1935 als Reichsluftfahrtministerium von Hermann Göring eingeweiht. Görings ehemaliges Ministerium ‑ ein Haus der Macht und Machtausübung seit 80 Jahren. Seltene, noch nie gezeigte Archivaufnahmen, erlauben eine spannende Reise zurück in die Geschichte von Görings einstiger Machtzentrale.

Architektonisch das Vorbild für die künftigen politischen Machtzentren der Nationalsozialisten. Das modernste und größte Bürogebäude Europas mit Tausenden von Büroräumen, Festsälen, die Bahnhofshallen Konkurrenz machten, Bunkern, einem eigenen Wasserwerk und Versorgungseinrichtungen für die Angestellten, funktionierte wie eine Stadt. Unter Hermann Göring wurden hier die Luftschlachten des Zweiten Weltkriegs geplant.

1945 übernahmen die Sowjets den kilometerlangen Gebäudekomplex und vier Jahre später, am 7. Oktober 1949, wurde im Großen Festsaal die DDR gegründet. Am gleichen Ort beteuerte Walter Ulbricht 1961, dass niemand die Absicht hat, eine Mauer zu errichten. Nach dem Fall der Mauer und dem Ende der DDR zog die Treuhand in das Gebäude ein ‑ und wickelte die DDR‑Wirtschaft ab.

Heute werden in dem monumentalen Bau die Finanzen der Bundesrepublik gemanagt. Görings ehemaliges Ministerium ‑ ein Haus der Macht und Machtausübung seit 80 Jahren. Zum ersten Mal wird dieses riesige Gebäudeensemble filmisch umfassend dokumentiert, kommen Zeitzeugen zu Wort, die hier gearbeitet haben und so die Umbrüche der Geschichte hautnah erlebten.

Auch die Tochter des legendären Fliegers Ernst Udet kehrt für die Dokumentation in das Haus zurück, in dem der Sarg ihres Vaters aufgebahrt war. Seltene, noch nie gezeigte Archivaufnahmen, erlauben eine spannende Reise zurück in die Geschichte von Görings einstiger Machtzentrale.

Film von Gabriele Denecke

Erstsendung: 29.02.16/Das Erste

Logo: Geheimnisvolle Orte (Quelle: rbb)
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Clärchens Ballhaus

Der Film erzählt nicht nur die bewegende Geschichte des Hauses, sondern zeichnet dabei das Porträt einer starken Frau, der Ballhauschefin Clärchen, die sich mutig und kraftvoll den Schicksalsschlägen der Geschichte entgegen stellte und ihr Ballhaus über ein halbes Jahrhundert durch stürmische, elende, aber auch heitere Zeiten manövrierte.

Die sogenannte III. Irrenanstalt entwarf der Stadtbaurat Ludwig Hoffmann im holländischen Landhausstil. Heute sind hier immer noch verschiedene Fachkliniken untergebracht. © rbb
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Heilstätte für Bettler, Bürger, Bonzen - Die Krankenhausstadt Buch

In Berlin-Buch stand Anfang des 20. Jahrhunderts der größte Krankenhauskomplex Europas. Hier gab es eines der bedeutendsten Hirnforschungsinstitute, das die Nazis zu Untersuchungen an Euthanasieopfern nutzten. Hitler wurde hier obduziert und Honecker verarztet.

Die Lehrsammlung im Institut für Anatomie. Quelle: rbb/Friedemann Rehse
rbb/Friedemann Rehse

Geschichte von Leben und Tod - Die Charité

Die Dokumentation erzählt mit seltenen Archivaufnahmen, historischen Fotos, Zeitzeugen und Experteninterviews von berühmten und vergessenen Patienten, von "Halbgöttern in Weiß", den Sternstunden und den Abgründen in der Geschichte der Charité.

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Agentenschleuse und Grenzpassage - Bahnhof Friedrichstraße

"Der absurdeste Bahnhof Berlins", "Das Labyrinth des Kalten Krieges", "Der Bahnhof der Tränen", "Die Höllenpassage" - Millionen Deutsche, Ostdeutsche und Westdeutsche, haben hier, am berühmtesten Bahnhof der deutschen Teilung, ihre persönlichen und direkten Grenzerfahrungen gemacht. Der Film erzählt die Geschichte dieses geheimnisvollen Ortes.

Der Friedrichstadt-Palast, © rbb/credofilm

Der Friedrichstadt-Palast

Der Film erzählt von der bewegten Geschichte der schillerndsten Bühne Berlins und blickt dabei auch hinter die Kulissen der aktuellen Produktionen.