Carla Kniestedt in der Bäckerei in Rädel (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Brandenburg - Potsdam - Mittelmark - Carla Kniestedt auf Morgentour durch die Gemeinde Kloster Lehnin

Sonnenaufgang in der Landbäckerei +++ Massage im Hundesalon +++ Malkurs im Skulpturengarten

Die Gemeinde Kloster Lehnin ist 200 Quadratkilometer groß - zum Vergleich: Berlin ist 892, Hamburg 755  und München 310 Quadratkilometer groß. Kloster Lehnin ist eine ziemlich große Gemeinde. Bei der Einwohnerzahl relativiert sich der Vergleich. 11-tausend Menschen leben links und rechts der Autobahn 12. Das Herz der Gemeinde und Ursprung der Besiedlung ist das Kloster Lehnin.

Wer frische Brötchen nach alten Rezepten will, fährt zu Bäcker Kirstein nach Rädel. Ab 6 Uhr hat seine Bäckerei geöffnet. Da ist er schon ewig auf den Beinen.  2 Uhr morgens wird begonnen, 300 Brote täglich in den Ofen schieben. Lutz Kirstein arbeitet da ganz traditionell. Seit 1876 gibt es die Familienbäckerei schon im Ort und über Nachwuchssorgen klagt er auch nicht, denn seine älteste Tochter will Konditorin werden. Sein Kommentar dazu: "Man ist ebenso reingeboren!"

Das kann man von der Britin Kate Paget-Tomlinson kaum behaupten. Man kann sagen, die Ausgangsbedingungen waren äußerst schlecht, als Hundefriseurin durchzustarten. Sie hat eine Hundeallergie. Trotzdem sie liebt die Vierbeiner. Im brandenburgischen Damsdorf kennt man sie. Einmal waschen, schneiden, legen für die Hundedame ebenso für den Rüden. Der Trend in der Mark geht klar zur Kurzhaarfrisur. Ihre Dienste sind so sehr gefragt, dass der tierische Kunde drei Monate auf einen Termin warten muss. Die Britin ist durch Zufall hier gelandet, nach einem Kurztrip durch Damsdorf.

Impressionen aus der Gemeinde Kloster Lehnin

Wo die Mönche waren, sind auch gern Künstler. Der Klostersee beflügelt die Kreativität. So ist seit 17 Jahren ein Malkurs der Volkshochschule Berlin-Mitte zu Gast im Institut für Kunst und Kultur, eine private Einrichtung mit Hotel. Kunstwerke aus Seifen formt Annett Förster in Göhlsdorf so schön, dass sie diese bis nach Haiwaii verkauft. Alles ohne tierische Stoffe - mit Heilkräutern -verspricht die junge Homöopathin. Der Kunde wäscht sich im wahrsten Sinne des Wortes in Unschuld. „Gipsnich“ werden sie jetzt sagen: doch und ist auch richtig geschrieben. Die Kunstgießerei „Gipsnich“ gibt es in Emstal. Das Ehepaar Weiler hatte die Nase voll von hohen Mieten in Berlin und formt Büsten, Säulen und Reliefs in ihrer Werkstatt auf dem Lande.

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