Quelle: Ben Linse
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Berlin - Mitte - Carla Kniestedt beim WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt

Kunst auf dem Weihnachtsmarkt +++ Spenden für Kinderkonzerte +++ Wohnen am Gendarmenmarkt

Für viele gehört der WeihnachtsZauber am Berliner Gendarmenmarkt zwischen Französischem und Deutschem Dom zu den schönsten und stimmungsvollsten Weihnachtsmärkten der Stadt. Aber auch um den Platz herum gibt es Interessantes zu entdecken.

Wer mehr über die Geschichte vom Gendarmenmarkt wissen möchte, der sollte wochentags um 14 Uhr oder am Wochenende um 11 Uhr dort sein. Denn zur Weihnachtszeit erzählt ein "Flotter Gendarm" über die Geschichte und Besonderheiten des Platzes. Zum Beispiel wie er zu seinem Namen kam, denn früher hieß er mal Friedrichstädtischer Markt.

Kunsthandwerk spielt auf dem Weihnachtsmarkt eine große Rolle. Es gibt viele Unikate, manches nur in kleiner Serie von Künstlern selbst gefertigt. Auch die Gastronomie bietet viel Ungewöhnliches. Wer das alles entdecken möchte, zahlt einen Euro Eintritt - für das vielfältige Bühnenprogramm und für Wohltätigkeits-Projekte. Unter dem Motto "Mein Berlin, meine Stadt" spenden die Veranstalter für soziale und kulturelle Projekte hauptsächlich in Berlin-Mitte. Mit dabei auf dem Markt sind in diesem Jahr Holz-Künstler Christian Masche aus dem Oderbruch mit sehr grazilen Arbeiten und die Berliner Künstlerin Annett Lau, die ungewöhnliche Kalender für 2019 anbietet.

Zauberhafter Markt jedes Jahr am Konzerthaus Quelle: Ben LinseZauberhafter Markt jedes Jahr am Konzerthaus

Der Gastronom Josef Laggner ist sowas wie ein Platzhirsch. Denn gleich drei Lokale rund um den Gendarmenmarkt nennt er sein eigen: "Lutter und Wegner", die "Newton Bar" und das "Augustiner am Gendarmenmarkt". Restaurants, die von Politikern, Stars und Touristen gleichermaßen besucht werden. Am Platz residiert auch die Akademie der Wissenschaften in einem großen Gebäude. Zu DDR-Zeiten hieß der Gendarmenmarkt deshalb "Platz der Akademie". Nach der Wende hat er seinen alten Namen wiederbekommen.

Der Platz wird auch außerhalb der Weihnachtszeit täglich von zahlreichen Touristen besucht. Neben alten, erhalten gebliebenen oder wiederaufgebauten Gebäuden gibt es auch supermoderne Häuser oder sogar einzelne Plattenbauten aus DDR-Zeiten. Das Haus, in dem der Akrobat John und die Programmiererin Valensina mit ihren zwei Kindern wohnen, gehört einer Genossenschaft. Die Familie liebt das Treiben vor ihren Fenstern, ob WeihnachtsZauber oder Konzertsommer. Und sie hat sich daheim eine kleine Akrobatenbühne gebaut, auf der sie ihr Familienprogramm probt.

Einen Teil des Eintrittsgeldes spendet der Weihnachtsmarkt dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt. So können Kinder zu der weihnachtlichen Kinderklassik-Gala eingeladen werden, die das Haus sonst eher nicht besuchen würden, weil sie aus sozial schwachen Familien kommen. Seit 13 Jahren bietet das Konzerthaus das an. In diesem Jahr können die Kinder die Aufführung "Des Kaisers neue Kleider" miterleben. Das HEIMATJOURNAL schaut schon einmal bei einer Probe vorbei.

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