Lustige Musiker und Hemden (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Berlin-Charlottenburg - Carla Kniestedt besucht die Kaiser-Friedrich-Straße

Hemden vom Designer+++Geigen aus eigener Werkstatt+++Piroggen rund um die Uhr
 
Das graue Wetter lässt die Kaiser-Friedrich-Straße auf den ersten Blick etwas blass erscheinen. Hinter den Fassaden der alten Häuser aber wird es bunt, wie man es kaum vermutet. Die Kaiser-Friedrich-Straße ist eigentlich eine klassische Berliner Durchfahrtsstraße mit einer Mischung von kleinen Läden, Wohnungen, alten und jungen Anwohnern. Ein Stopp lohnt sich!

Am Schloss Charlottenburg, wo die Straße beginnt, bringt Stephan Griese mit seinen Hemden Farbe in den Alltag. Sein Hemdenladen ist zwar nach dem deutschen Kaiser Friedrich Wilhelm III. benannt, mit dessen Anzugskultur hat er aber nichts zu tun. Bunt bis schrill sind die Hemden. Der Liedermacher Matthias Wiesenhütter findet die Hemden so gut, dass er das Lied "Ich bin ein Herrenhemd" komponierte. Ein paar Häuser weiter fertigt Geigenbauer Andreas Zimmermann Streichinstrumente wie Geigen, Celli und Kontrabässe. Gerade hat der Meister ein Cello fertiggestellt, in 500 Stunden Handarbeit.

Beate Schulz ist Konditormeisterin und bringt jedem Interessierten das Backen bei. Die "Warme Charlotte", nach einem Rezept der Königin Sophie Charlotte von Strelitz, ist der Renner in ihrer gleichnamigen Backstube. Hauchdünner Bisquit, aufgefüllt mit einer Creme und Früchten obendrauf. Auch Männer kommen gern zu ihr, allerdings eher zum Brot- oder Strudelbacken. Wenn es um russische Küche geht, bekommt man im "Rossia" am S-Bahnhof Charlottenburg alles, was man dazu braucht. Ob Piroggen, Blini oder Pelmeni - dort gibt es die richtigen Zutaten und den Wodka dazu. Im Augenblick wird der Imbiss umgebaut.

Schnappschüsse vom Drehtag

Den Goethepark entdeckt man erst auf den zweiten Blick. Zu ihm gelangt man durch einen Torbogen. Es ist ein Wohnareal aus Kaisers Zeiten mit einem Hofgarten, viel Ruhe und Platz auch für Kinder. 70 Mietparteien können sich glücklich schätzen, dort zu leben, denn auf der Straße tobt der Verkehr. Da müssen die Fahrschüler von Stephan Schieke durch. Der Lehrer betreibt eine Fahrschule in der Kaiser-Friedrich-Straße. Besonders brenzlig wird es für die Anfänger an der Ecke Bismarckstraße.

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