Carla vor dem Imbiss (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Berlin - Adlershof - Carla Kniestedt durchstreift die Dörpfeldstraße

Wo sich die Adlershofer treffen +++ Wo der City-Hit „Am Fenster“ entstand +++ Wo einst Anna Seghers wohnte
 
Die Dörpfeldstraße war einst die Hauptstraße des Dorfes Adlershof und ist auch heute noch ein lokales Zentrum. Neben Geschäften und Restaurants ist dort vor allem Kultur zu Hause. Anna Seghers lebte um die Ecke. Ihre Wohnung kann jeder besichtigen.

Wer eintritt, hat den Eindruck, als käme die Schriftstellerin jeden Moment zur Tür herein. Sie lebte bis zu ihrem Tod 1983 hier. Seit dem ist es eine Gedenkstätte. Selbst die Palme, die die Schriftstellerin zum 80.Geburtstag bekam, wächst und gedeiht noch. Hier erfährt man, dass viele ihrer Romane und Geschichten im Exil entstanden sind. So ihr berühmtes Werk „Das siebte Kreuz“: darin erzählt sie die Flucht von sieben Häftlingen aus einem Konzentrationslager.

Musiker „Ille der Hamma“, eigentlich Henrik Illgner, düst mit seiner Band durch die ganze Welt. In der Dörpfeldstraße ist aber sein Zuhause. Er lebt und produziert in einer hübschen Hinterhofremise. Was er an der Straße liebt: geräucherte Wurst aus der Traditionsfleischerei, seine Freunde natürlich und die Ruhe. „Die jibt´s sonst nirgends“, wie er im schönsten Berliner Dialekt sagt. Übrigens in der Dörpfeldstraße entstand auch der berühmteste Song der Rockband City „Am Fenster.

Bilder aus der Dörpfeldstraße

Was alles so los war... eine Fotogalerie:

In der Dörpfeldstraße gibt es neun Friseure auf anderthalb Kilometern – nicht eingerechnet die Salons in den Seitenstraßen. Der Salon „Bel Air“ hat sich auf Rockabilly-Frisuren spezialisiert, also den Look der 1950er. Eine Zopffrisur funktioniert nicht bei der HEIMATJOURNAL-Moderatorin, aber mit rotem Lippenstift und Hütchen im Haar passt Carla Kniestedt zumindest ein wenig in die alte Zeit.

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