Kutschafhrt durch Alt Müggelheim (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Berlin - Köpenick - Carla Kniestedt ist auf Tour durch Müggelheim

Alt Müggelheim mit der Kutsche +++ Neu-Helgoland mit den Puhdys +++ Große Krampe mit dem Segelclub

Müggelheim liegt im Südosten Berlins. Die Metropole ist dort sehr ländlich. Das hängt mit der Geschichte des Dorfes Müggelheim zusammen. Vor genau 270 Jahren siedelten sich 20 Pfälzer Familien an und bauten das kleine Angerdorf, das in seiner Struktur noch erhalten ist. Fuhrunternehmer Hans Beeskow hat einen der alten Höfe übernommen und ist der berühmteste Hochzeitskutscher Berlins. Mit seiner weißen Kutsche hat er schon viele Berliner ins Eheglück befördert.

Wenn es um Geschichte geht, sind sie kaum zu bremsen: Dagmar und Peter Belitz. Beide verbringen jede freie Minuten in Archiven oder im Heimatmuseum. Gemeinsam mit anderen Bewohnern bereiten sie zur Zeit eine Ausstellung vor, die sich mit der Geschichte Müggelheims auseinandersetzt. Im kleinen Agrarmuseum auf dem Dorfanger wird der Anfang des Ortes erzählt. Bis in die 1980er Jahre wurde noch Landwirtschaft betrieben. Die Geräte im Museum hat Familie Beyer gestiftet, die wie andere Familien jedes Jahr zum "Dorffest" ihren Hof öffnen.

Während in Alt Müggelheim Gastwirt Maxim Ivanov, gebürtig in Russland, frisch zubereitete Hausmannskost anbietet, gibt es in  "Down Town" - also eigentlich um die Ecke - Fastfood und amerikanisches Eis im "American Diner". "Down Town" ist ein Familienunternehmen, dass sich amerikanischer Lebenskultur verschrieben hat. Vater Christian Blaudschuk importiert alte Autos aus den USA und restauriert sie in seiner Garage. Seine Frau Antje Werbelow betreibt ein Motel und das Diner führen die Kinder. Richtig ab geht es jedes Wochenende in Neu-Helgoland, einer beliebten Ausflugsgaststätte direkt an der Müggelspree. Legendär sind die "Ostrock"-Konzerte. Puhdys-Musiker Peter Meyer ist Stammgast.

Impressionen aus Müggelheim

Die Große Krampe ist eine langgezogene Bucht der Dahme. Seit 1921 ist der Segelclub Aegir  dort zu Hause. Aegir ist der Gott des Windes und der ist bei den Seglern sehr willkommen. 1927 wurde das jetzige Gelände am Krampenburger Weg erworben. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste sich der Verein in „SG Grünau Gruppe III“ umbenennen. Seit 1990 trägt der Verein wieder seinen ursprünglichen Namen. Die Vereinsmitglieder haben sich einen kleinen Hafen gebaut, auf den sie mächtig stolz sind. Skipper Norbert Unrath hat vor 40 Jahren das selbst gebaute Segelboot seines Schwiegervaters übernommen und schippert von hier aus bis nach Rügen und Bornholm.

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