Titelbild Oderberger (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Berlin - Prenzlauer Berg - Carla Kniestedt ist in der Oderberger Straße unterwegs

Der himmelblaue Trabant in der Oderberger +++ Die älteste Feuerwache in Deutschland +++ Die Universalkünstlerin im Wohnatelier

Die Oderberger Straße liegt im Prenzlauer Berg zwischen Mauerpark und Schönhauser Allee. Sie ist breit, geräumig und  gerahmt mit hübsch sanierten Altbauten. Zu DDR-Zeiten war hier alles einheitsgrau. Die Bürgerrechtlerin und Regisseurin Freya Klier erinnert sich vor allem an das Leben dahinter und die vielen kreativen Leute. Gemeinsam mit ihrer Tochter hat sie einen Film "Meine Oderberger Straße" gemacht.

DDR-Produkte werden noch im "VEBorange" verkauft. Was früher keinen hinterm Ofen hervor gelockt hat, ist heute heiß begehrte Ware. Sammler, Filmausstatter und Touristen kaufen bei Mario Schubert ein, der im klaren sächsischen Dialekt zu allen Dingen was erzählen kann. RG 28 - das war z.B. der DDR-Mixer und mit ATA schrubbte jede Hausfrau, heute zumindest Schubert noch, die Fußböden zu Hause. Jeden Morgen kommt er mit einem himmelblauen Trabant angefahren und sorgt so schon für Aufsehen.

Achtung Aprilscherz! Eine Sperrstunde wird es im Prenzlauer Berg nicht geben.

Die Straße lebt nämllich von den Kneipen, Cafés und Künstlern. Die "Oderquelle" und das "Nemo" sind schon über 20 Jahre hier. Natürlich kommen ständig neue dazu wie das "SCHÄDELS", eröffnet von einem Fotografen. Im  "Fleur de sel" der Meuniers wird nur selbst gefördertes Salz der Familie aus Frankreich verwendet. Es leben auch viele Künstler in der Straße wie Wolfgang Krause schon seit 1970ern. Klara Li öffnet ihr Wohnatelier für jedermann und Designerin Petra Gittel setzt auf rote Kleider. Ihren Laden mit Atelier im Souterrain hat sie so genannt: "Das rote Kleid".

Gleich nebenan ist die älteste durchgehend in Betrieb gewesene Feuerwache Deutschlands. Ihr Einzugsgebiet: jeder Ort, der innerhalb von 8 Minuten erreichbar ist. 104 Männer, 22 am Tag- und 20 in der Nachtschicht, arbeiten in dem historischen Gebäude,das 1883 einwgeweiht worden ist. Kaiser Wilhelm II. ließ die Wache bauen und ordnete an, dass nur Schimmel die Wasserlöschfahrzeuge zogen. Heute zählen moderne Standards.

Schnappschüsse aus der Oderberger

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