Moderatorin Carla Kniestedt (Quelle: rbb)
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Fürstenwalde - Oder-Spree - Carla Kniestedt ist in Fürstenwalde unterwegs

Mit dem Tretroller durch die Stadtmitte +++ Mit dem Pfarrer durch den Dom +++ Mit dem Drachenboot über die Spree

Fürstenwalde überrascht. Ein Spaziergang durch die Altstadt lohnt wegen der historischen Gebäude und der versteckten Gemäuer. Aber es gibt auch sehr viel Neues in der Spreestadt. Und die Fürstenwalder selbst sind ungewöhnlich aktiv!

Die Spreestadt hat einige Besonderheiten zu bieten: Dort steht die größte Orgel Brandenburgs, der Gründer und erste Präsident des FC Bayern hat in Fürstenwalde sein Grab, am einzigen katholischen Gymnasium Brandenburgs lernen Schüler aus der ganzen Mark. Einst wurden in Fürstenwalde sogar Leuchttürme produziert.

Einen alten Ostsee-Leuchtturm gibt es auf dem Domplatz zu sehen. Mit Stadtführer Lutz Werner kann man sich die Sehenswürdigkeiten errollen. Denn er lädt Wissbegierige ein, mit dem Tretroller in anderthalb Stunden die Stadtmitte zu erkunden. Drei Mal links, drei Mal rechts abstoßen - so wie man es aus der Kindheit kennt. Nur größer sind die Roller von Lutz Werner. Bequem und flott geht’s so vorbei am Alten Rathaus, das schon 1511 erbaut worden ist und in dem heute eine Kunstgalerie ist. Oder an der großen Kulturfabrik, die ursprünglich als Brauerei auf den alten Mauern der Bischofsburg gebaut wurde. Oder zum Mords-Eck…

Pfiifiges Modell, der Tretroller von Lutz Werner Quelle: Dagmar LembkePfiifiges Modell, der Tretroller von Lutz Werner

Fürstenwalde ist seit 2013 offiziell Domstadt, die zweite neben der Stadt Brandenburg im gleichnamigen Land. Der St. Marien Dom beherbergt die größte Orgel des Landes. Sie kam 2005 aus der Leipziger Thomaskirche dort hin. Der Dom war die Hauptkirche des ehemaligen Bistums Lebus. Im Zweiten Weltkrieg wurde er beschossen und stürzte in sich zusammen. Erst 1995 konnte er in seiner jetzigen Form wiedereröffnet werden. Seitdem lockt er die Besucher auch mit Konzerten und Ausstellungen.

In die alte Pintsch-Fabrik ist wieder Leben eingezogen. Wo früher Leuchttürme und andere Seezeichen entstanden, wird heute unter anderem getanzt. Seit 2004 können sich dort Kinder, Jugendliche aber auch Erwachsene bis ins hohe Alter das Tanzbein schwingen. Professionell geht es in den Bereichen Videoclip-Dancing und Disco-Dance zu. Die Teilnehmer haben in den letzten Jahren regelmäßig erfolgreich an regionalen und überregionalen Wettbewerben wie Deutsche Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen. Aber auch den Abschlussball-Walzer können Interessierte dort lernen.

Der Fürstenwalder Thomas Winkler macht etwas Ungewöhnliches. Er ist nun schon nun schon seit 20 Jahren Tierpräparator. Viele Geschöpfe aus der Tropenwelt und der Südsee finden sich unter dem Dach seiner Werkstatt. Mit Hilfe von Spezialisten aus dem Berliner Naturkundemuseum hat er aus seinem Hobby einen Beruf gemacht.

Fürstenwalde hat 40 Sportvereine - und die Spree spielt dabei eine große Rolle. So gibt es dort gleich mehrere Drachenboot-Vereine, die auch international sehr erfolgreich unterwegs sind, wie die "Spreekojoten". Ein anderer ist die Betriebssportgemeinschaft "PneumantDragons". Teamkapitän Karsten Hasemann ist stolz auf seine Drachenboot-Fahrer. Anders als im Ruderboot oder Kanu können in den langen Booten große Teams gemeinsam fahren. Das macht den Reiz aus, erfährt das HEIMATJOURNAL. Der nächste Wettbewerb ist schon am 8. und 9. Juni auf der Spree in Fürstenwalde.

Vor dem Drachenboot-Training auf der Spree Quelle: Dagmar LembkeVor dem Drachenboot-Training auf der Spree

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