Carla Kniestedt war erstaunt über die komfortable Einrichtung im mobilen Wohnwagon Quelle: Alexander Huf
Alexander Huf
Carla Kniestedt war erstaunt über die komfortable Einrichtung im mobilen Wohnwagon | Bild: Alexander Huf

Brandenburg - Teltow-Fläming - Carla Kniestedt lädt zum Ausflug rund um Zossen ein

Der Edel-Schrauber von Glienick +++ Die Wakeboarder von Horstfelde +++ Der Weinberg von Zesch am See

Der Zossener Kraut- und Rübenmarkt zieht immer viele Leute in die Innenstadt rund um die Kirche. Einmal im Monat gibt’s viel Regionales, von Obst und Gemüse über Pflanzen bis zu Handarbeit und Kunst. Ein Treffpunkt für Einheimische und ihre Gäste und das mit ganz persönlicher Beratung. Also startet das HEIMATJOURNAL dort seine Erkundungstour.

Die Stadt Zossen hat zehn Ortsteile. Das HEIMATJOURNAL hat nur einige von ihnen besuchen  können. Carla Kniestedt war außer in der Stadt Zossen selbst in Schöneiche, Glienick, Horstfelde und Zesch am See.

Zunächst der Besuch in der Innenstadt. Dort trifft man fast jeden Tag Kerstin Becker. Denn sie steht vor ihrem Atelier auf dem Bürgersteig und malt. Sie nutzt das natürliche Licht und freut sich, wenn Vorübergehende ihr bei der Arbeit zuschauen. Die Bildhauerin, Grafikerin, Keramikerin und Schmuckgestalterin stellt in einem kleinen Laden all ihre Kreationen aus. Zu den Motiven gehören auch der Markt und die Kirche.

Kerstin Becker steht gerne vor ihrem Atelier in Zossen und malt Quelle: Alexander Huf
Kerstin Becker steht gerne vor ihrem Atelier in Zossen und malt | Bild: Alexander Huf

Im Zossener Hotel Reuner geht es nachhaltig zu. Daniel Reuner ist damit durchaus ein Vorreiter in der Stadt. Das Gemüse für die Restaurantküche stammt meist aus dem eigenen Garten. Alle Lebensmittelabfälle werden kompostiert. Das Hotel betreibt eine Ladestation für Elektroautos. Der Strom dafür kommt aus dem hauseigenen Blockheizkraftwerk.

Neben den Hotelzimmern gibt es einen mobilen "Wohnwagon", indem man ökologisch nachhaltig übernachten kann. Ein Experiment, das großen Anklang findet. Gepresste Schafwolle dient als Dämmstoff. Biotoilette, Photovoltaik-Anlage, Wasserkreislaufsystem und Grünkläranlage sowie eine Holz-Solar-Heizung machen dieses Wohnmobil zu einer beliebten Außenstelle des Hotels.

13 Familien haben sich gemeinsam auf das Abenteuer Landhof in Schöneiche eingelassen. Sämtliche Kredite wurden in einen Topf geworfen. Das nötige Vertrauen schweißt die Gemeinschaft bis heute zusammen. Es gab günstiges Pachtland von der Kirche, ein paar Fördermittel und sehr viele Eigenleistungen. Von seiner Grundsteinlegung 1994 ist das Projekt bis heute im wahrsten Sinne des Wortes gewachsen. Besucher aus aller Welt kommen, um sich die Häuser anzuschauen: Holzständerhäuser mit Lehmwänden, die mit Zeitungspapierschnipseln gedämmt wurden. Dazu Komposttoiletten und Gründächer.

Es dauert bis so ein Oldtimer Stück für Stück wieder in neuem Glanz da steht Quelle: Alexander Huf
Es dauert bis so ein Oldtimer Stück für Stück wieder in neuem Glanz da steht | Bild: Alexander Huf

In Glienick restauriert Peter Spillner Oldtimer. Gerade wird an einem alten Benz geschraubt. Die Werkstatt gibt es schon seit 1987. Der Motorrennsport-Weltmeister Peter Rosenow hat sie für Wartburgs und Trabis betrieben. Peter Spiller kam dann 1988 dazu und wurde neun Jahre später Chef der Firma. Nun werden alte, edle Wagen meisterlich Stück für Stück und mit sehr viel Handarbeit zu neuem Leben erweckt.

In Horstfelde gibt es das Richtige für diesen heißen Sommer: eine Wasserski- und Wakeboardanlage und dazu ein Strand mit karibischem Flair. Mit professioneller Hilfe heißt es üben, üben und üben, um irgendwann wie die Meister über’s Wasser zu gleiten. Den flachen Strand nutzen viele Kinder zum Baden. Buddeln, Grillen und Relaxen ist in der Anlage auch möglich. Kurzurlaub in Horstfelde also.

Im Süden von Zossen liegt Zesch am See und dort gibt es einen Weinberg. Der "Verein zur Förderung des historischen Weinbaus in Zesch e.V." hat eine jahrhundertalte Tradition belebt. Für Jörg Wanke ist es inzwischen einer der schönsten Orte Zossens geworden. Das HEIMATJOURNAL darf den 2017er Jahrgang verkosten. Gekeltert wird der Wein in Jessen.

Der Verein ist aus der Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" hervorgegangen. Diese hatte sich gemeinsam mit anderen gegen Neonazis engagiert. Der Zusammenhalt in der Stadt ist gewachsen und so konnte die Bürgerinitiative gegen den Rechtsextremismus in den Ruhestand treten. Zossen gilt als ein positives Beispiel.

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