Dorfsaal (Quelle: Ben Linse)
Ben Linse
Eine starke Gemeinschaft | Bild: Ben Linse

Brandenburg- Kreis Märkisch Oderland - Ulli Zelle besucht Petershagen/Eggersdorf

Vielseitige Ritterin im doppelten Dorf+++Winziges Café im Kolonistenhaus
+++Wilde Klänge in der Musikschule
 
„Dodo“ nennen alle ihr Doppeldorf liebevoll. „Dodo“ steht für Petershagen/ Eggersdorf. Vor 26 Jahren haben sich beide Orte zusammengetan. 15-tausend Menschen leben mittlerweile in dem Ort, die meisten in kleinen Einfamilienhäusern. Die Nähe zu Berlin und die gute Anbindung an S-Bahn und Autobahn, zugleich auch Wald und Wiesen sowie der Bötzsee vor der Tür, überzeugten viele Berliner dorthin zu ziehen.

So kam auch der Kreuzberger Maler Michael Herrmann nach Petershagen. Dem Künstler gefällt das Lebensgefühl, das wirkt sich direkt auf seine Kunst aus. Er engagiert sich im Heimatverein und lädt regelmäßig zu Veranstaltungen auf seinen Vierseitenhof. Ludwig Spormann ist der Tierarzt von Eggersdorf. Er fährt täglich aus Berlin-Prenzlauer Berg gegen den Strom in die Praxis. Tiere und Herrchen seien hier viel entspannter. Wer einen Ausflug machen will, sollte unbedingt mal auf der Ranch der Zenkers am Rande von Eggersdorf vorbeischauen.

Dank Kerstin und Maik Scheffler gibt es auch ein vorzeigbares Café in Eggersdorf. Die beiden sind Ur-Eggersdorfer und haben das älteste Haus gerettet und versucht, alles so original wie möglich zu lassen – von der Lehmwand bis zum Kachelofen. Die „Schwarze Küche“, die früher für Wärme im Haus sorgte, ist heute die Männertoilette und lässt einen schon ein bisschen staunen. Für frisch gebackenen Kuchen sowie Spinn- und Nähkurse lohnt sich ein Abstecher.

Impressionen vom Drehtag

Vereine über Vereine - 40 gibt es in beiden Orten. Kathleen Brandau vermittelt zwischen allen. Deswegen wurde sie vom Eggersdorfer Karnevalsclub zur Ritterin „Kathleen, die Vielseitige“ geschlagen. Die Öffentlichkeitsarbeiterin berichtet über vieles in der Ortszeitung „Das Doppeldorf“. Worauf alle richtig stolz sind, ist der „Dorfsaal“. Den hat der gleichnamige Verein gekauft und restauriert ihn nun behutsam. Schon jetzt finden hier Veranstaltungen statt.

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