Ulli Zelle in der Schlosserei-Werkstatt Quelle: Ben Linse
Ben Linse
Ulli Zelle in der Schlosserei-Werkstatt | Bild: Ben Linse

- Ulli Zelle auf der Bühne im Staatstheater Cottbus

Vor der Premiere - die neue "My Fair Lady" +++ Neugier auf Theater – die Premierenklassen +++ Hang zum Improvisieren – die Werkstätten

Im einzigen Staatstheater Brandenburgs kann Ulli Zelle hinter Türen schauen, die normalerweise für die Öffentlichkeit verschlossen sind. Seit 110 Jahren gibt es das Theater, einen imposanten Jugendstilbau mit barocken Elementen. Die vielen Musen in der Kuppelhalle erinnern an die Antike. Verantwortlich für den Bau ist der Architekt Bernhard Sehring, der auch das Berliner "Theater des Westens" entworfen hatte.

Das feste Ensemble bringt Konzerte, Schauspiel, Opern, Musicals und Ballett auf die Bühne. Der bühnentechnische Oberinspektor sorgt dafür, dass alles reibungslos abläuft. Deshalb zeigt Mirko Schindler dem HEIMATJOURNAL, was dem Besucher hinter der Bühne sonst verborgen bleibt. Beispielsweise den Schnürboden.

Dieser Herbst beschert dem Cottbuser Theater einen Neustart. Nachdem es im Frühjahr hinter den Kulissen mächtig gebrodelt hatte, soll es nun wieder um das künstlerische Schaffen gehen. Die Premiere des Musicals "My Fair Lady" steht an und Ulli Zelle kann das Team und die Inszenierung schon einmal vorab kennenlernen.

Das schöne Gebäude trohnt auf dem Schillerpaltz in Cottbus Quelle: Ben LinseDas schöne Gebäude trohnt auf dem Schillerpaltz in Cottbus

In der Maske trifft Ulli Zelle den Sänger Alexander Jäpel und in der Garderobe die Hauptdarstellerin Katrin Hauptmann. Im Orchestergraben lernt er den Musikalischen Leiter der Aufführung Alexander Merzyn kennen und im Parkett den Regisseur Michael Wallner. Er inszeniert das erste Mal in Cottbus, hat aber auch schon für das Wiener Burgtheater und an Berliner Häusern gearbeitet und schätzt die Arbeit am Staatstheater sehr.

Junge Leute fürs Theater zu begeistern, das ist eine Aufgabe der Cottbuser Theatermacher. So haben sie Elft-Klässler eingeladen, die Inszenierung von „Macbeth“ als Oper von Beginn an und auch hinter den Kulissen mitzuerleben. Nach der Premiere tauschen die Jugendlichen ihre Eindrücke und Erfahrungen aus.

Ulli Zelle unternimmt mit Martin Goldmann einen Rundgang durch die Theater-Werkstätten. Er lernt die die verschiedenen Gewerke kennen: Schlosserei, Schreinerei, den Malsaal, die Theaterplastiker, die Wäscherei und die Dekowerkstatt.

Das Theater lädt acht Mal im Jahr zu philharmonischen Konzerten ein. Dafür wird ein extra Konzertzimmer auf der Bühne aufgebaut, das sind spezielle Wände, die für eine gute Akustik sorgen. 120 Mitarbeiter sind daran beteiligt, denn der Aufwand ist immens! Bei den Konzerten dürfen die Musiker aus ihrem Orchestergraben heraus – und oben auf der Bühne spielen. Das HEIMATJOURNAL ist dabei, wenn die 70 Musiker des Philharmonischen Orchesters proben. Sonst begleiten sie Opern, Operetten und Musicals.

Als vierte Sparte neben Schauspiel, Musiktheater und Philharmonie hat das Cottbuser Staatstheater auch ein eigenes Ballett-Ensemble. Die Berufsbühnentänzer kommen aus vielen Ländern. Ulli Zelle hat sie bei einer Probe beobachten können.

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