Willkommen in Himmelpfort Quelle: Günther Trept
Günther Trept
Willkommen in Himmelpfort | Bild: Günther Trept

Brandenburg - Oberhavel - Ulli Zelle ist in Himmelpfort unterwegs

Weihnachtsmann im Sommer +++ Eisenholz-Andy beim Schnitzen +++ Wasserwanderer im Mini-Hotel

Himmelpfort gehört zu Fürstenberg/Havel und die idyllische Lage lockt im Sommer viele Urlauber an. Hier gibt’s Erholung pur. Vier Seen umgeben das Dorf, schöne Wälder rahmen es ein und es liegt im "Naturpark Uckermärkische Seen". Wandern zu Land und zu Wasser wird hier zum Naturerlebnis. Gerade mal 500 Menschen wohnen im Ort. Auch der Weihnachtsmann. Das Dorf ist bekannt durch seine Weihnachtsmannstube. Jedes Jahr schicken Kinder ihre Wunschzettel dorthin und bekommen auch Antwort vom Rauschebart. Im vergangenen Jahr haben über 300 000 Kinder geschrieben.

Deshalb helfen die Engel von der Post  im extra dafür eingerichteten Winterpostamt, den Kindern zu antworten. Auch im Sommer kann man das Weihnachthaus besichtigen. Dem Rauschebart sind im Ort alle wohlgesonnen. Wo er aber ist im Sommer ist, weiß niemand. Vermutlich macht er Urlaub in der schönen Gegend. Zum Weihnachtshaus gehören auch ein Café und eine Herberge. Den ganzen Sommer über finden dort Veranstaltungen für die ganze Familie statt.  Es gibt verschiedene Unterkünfte, eine Touristeninfo sowie einen Regionalladen. Andreas Schmidt, auch "Eisenholz-Andy" genannt, ist ein Meister an der Motorkettensäge. Überall in Himmelpfort stehen seine mannshohen Figuren. Auch den Weihnachtsmann-Stuhl am Weihnachtshaus hat er gemacht. Ob Weihnachtsmann oder Wikinger – Andreas Schmidts Holzfiguren sind einfach imposant. Vor dem Haus präsentiert er seine größeren Arbeiten: Tiere, Menschen, Bänke, Schalen und Tröge. Aber er kann auch filigran arbeiten - vom Holzlöffel bis zur geschnitzten Eule.

Ein Ort der besonderen Menschen. Der große Gebäudekomplex der alten Wassermühle wird seit 2013 zu einem Ort der Entspannung, Bildung, Kreativität, Kultur, der Kunst und des Kunsthandwerks ausgebaut. Da haben sich Brit Eismann und Tilmann Kunowski was vorgenommen! Aber es geht voran und die beiden haben große Freude, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Bald soll man in den individuell eingerichteten Zimmern und Ferienwohnungen auch übernachten können. Für Wasserwanderer besteht die Möglichkeit, mit dem Boot direkt am Steg des Mühlenfließes anzulegen und für E-Biker gibt es eine Stromtankstelle. Interessant ist die Bibliothek, eine Sammlung in der Nazi-Zeit verbotener Bücher. Ein besonderer Ort ist die ehemalige Klosteranlage mit der Ruine der zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbauten Klosterkirche. Dort gibt es einen üppigen Kräutergarten. Der Garten der Sinne wurde 1997 angelegt und bietet eine reiche Auswahl an seltenen Gewürz- und Teepflanzen, Küchenkräutern oder Zauberpflanzen.

Foto-Tagebuch aus Himmelpfort

Am frühen Morgen sind die Seen am schönsten. Wenn die Natur erwacht, zeigen sich meist auch die ersten Fischadler. Der Fischadler ist das Wappentier des Naturparks. Wir erfahren, wie der große Vogel jagt. Rund 100 km Wasserwanderwege können im Naturpark erpaddelt werden. Hinter jeder Biegung - eine andere Perspektive. Die rund 230 Seen, Bachläufe und Moore im Naturpark sind allesamt Hinterlassenschaften der letzten Eiszeit. Auf dem Stolpsee bei Himmelpfort lohnt eine Pause beim hiesigen Fischer. Direkt am Stolpsee liegt auch der Campingpark. Dort gibt es eine originelle Neuheit. Drei MiniHotels bieten auf kleinstem Raum bequeme große Betten. Die Unterkunft hat außerdem eine gemütliche Sitzgelegenheit mit Tisch und in die Bettkommode passen die mitgebrachten Utensilien rein. Man bedenke, dass es sich hier um ein Weinfass handelt. Ulli Zelle findet es gemütlich. Aber auch in Wohnwagen, Zelten und Bungalows kann man urlauben. Der Campingpark liegt außerdem direkt am Radweg Berlin-Kopenhagen.

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