Ulli Zelle vor dem Café Surprise (Quelle: Alexander Huf)
Alexander Huf
Bild: Alexander Huf

Berlin - Weißensee - Ulli Zelle entdeckt Erstaunliches in der Behaimstraße

Pläne für Bethanienturm +++ Entdeckungen mit Frollein Weißensee +++ Überraschung im Traditionscafé

Mitten in der Stadt und trotzdem sehr ruhig. Das ist typisch für diese Gegend in Weißensee. Doch hinter der Ruhe verstecken sich spannende Geschichten. Früher gehörte die Behaimstraße zu Neu-Weißensee. Die Siedlung wurde während des Baubooms der Gründerjahre vor den Toren der Stadt neu angelegt. Geprägt ist die Straße heute von den hübschen, oft nur zweistöckigen Häusern, die noch grüne Höfe haben. So wird hier, wie vor mehr als hundert Jahren, gelebt und gearbeitet. Wobei es heute eher Künstler sind, die hier werkeln.

Frollein Weißensee alias Christiane Kürschner lebt gerne in Weißensee. Sie ist eine Zugereiste aber brennt für ihren Bezirk. Deshalb hat sie auch einen besonderen Stadtplan entwickelt. "Aber Hallo" heißt der und er stellt vor, was man auf den ersten Blick nicht gleich entdeckt in der kleinen, eher dörflichen Straße. Hier trifft man die Keramikerin Christiane Landbeck oder den Restaurator Andreas Artur Hoferick, der auch für das Berliner Schloss arbeitet. Sepp Maiers 2raumwohnung ist ein Veranstaltungsort der besonderen Art. Ulli Zelle versucht sich in der Bedienung im Eiscafé Surprise. Seit 1979 gibt es das schon in der Behaimstraße. Das Eckcafé ist eine Institution und hier gehen noch alle hin, egal ob die Oma oder die junge Mutti. Es ist immer voll. In der Behaimstraße wird die Kaffeehausatmosphäre im Stil eines Wiener Cafés sehr genossen.

Seit über 70 Jahren steht der Bethanienturm leer, mitten auf dem Mirbachlatz. Er ist ein Teil der im zweiten Weltkrieg zerstörten neogotischen Bethanienkirche. Nur die Glocken läuten dort noch. Doch Professor Bernd Bötzel hat den Turm gekauft und möchte wieder Leben in die Ruine bringen. Und zwar mit Wohnungen. Bekannt ist der Architekt und Projektentwickler beispielsweise durch das Carl-Zeiss-Großplanetarium oder das Beisheim-Center am Potsdamer Platz. Man darf also gespannt sein. In der Straße gibt es noch eine Kirche. Die Katholische Gemeinde St. Josef veranstaltet hier als einzige Einrichtung in Berlin einen Schulgottesdienst. Über 500 Schüler strömen dann in die Kirche, die direkt neben ihrer Schule steht. Felix Berger aus der 8a ist heute der Kantor vom Dienst. Jede Woche richtet eine andere Klasse den Gottesdienst aus. In der katholischen Theresienschule lernen Kinder aus ganz Berlin. Sie ist auch offen für konfessionslose Schüler.

Einblicke in die Behaimstraße

In der Behaimstraße gab es früher eine Fischräucherei. Den Schriftzug kann man noch lesen. Heute arbeitet hier die OSTKREUZ – Agentur der Fotografen GmbH. Sie ist die erfolgreichste von Fotografen geführte Agentur in Deutschland. Ihr gehören 22 Fotografen an. Fast alle sind vielfach international ausgezeichnet. Gegründet wurde sie 1990 von bekannten Fotografen wie Sibylle Bergemann, Werner und Ute Mahler. Einer von den Jüngeren ist Tobias Kruse und er macht auch gleich ein Foto von Ulli Zelle, so wie er den Moderator sieht. Er hat selbst an der seit 2005 zur Agentur gehörenden OSTKREUZSCHULE studiert und unterrichtet inzwischen dort. Hier werden die jungen Talente ausgebildet. Das Heimatjournal hat Absolventinnen getroffen, die bereits weltweit ausstellen und ebenso Preise gewonnen haben. Ihre Fotos verzaubern.

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