Ulli unterm Himmel
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Brandenburg-Elbe-Elster-Kreis - Ulli Zelle fährt auf Fichtwald ab

Dritter Besuch bei Elisabeth+++Schloss Lilllliput mit vier „l“+++Osterempfehlung „Am Waldesrand“
 
Von einer Erhöhung kann man über Fichtwald schauen. Fichtwald? Noch nie gehört? Es gibt gar keinen Ort, der so heißt. Fichtwald ist eine Gemeinde und besteht aus den Dörfern Hillmersdorf, Naundorf und Stechau. Der Name kommt von einem Moor, das hier einmal existierte und trockengelegt wurde. 

Familie Bulst ist alteingesessen. Peggy Bulst ist die ehrenamtliche Bürgermeisterin. Sie betreibt gemeinsam mit ihrem Mann ein Unternehmen für Fahrbahnmarkierungen. Mit dem ihr eigenen Elan organsiert sie das Gemeindeleben, so hat sie gerade ein Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr organisiert. Nicht ganz neu, aber dennoch tipptopp. Tochter Elisabeth stand schon drei Mal vor unserer Kamera. Als 15jährige schwang sie sich auf einen alten Traktor und fuhr mit uns durch Hillmersdorf. Sie schraubt und bastelt auch heute noch an Motoren. Mit 20 trafen wir die junge Jägerin, die es in die Welt zog. Nun ist die 25jährige zurück, lebt mit Mann und Tochter wieder in Hillmersdorf und arbeitet im elterlichen Betrieb. Heute sitzt ihre kleine Tochter mit auf dem alten Traktor.

Glücklich heimgekehrt in das Schloß seiner Vofahren in Stechau ist auch Bardia Khadjavi-Gontard. Nach dem II. Weltkrieg wurde Familie Gontard enteignet. Bardia Khadjavi-Gontard kam nach der Wende, um das Geburtshaus seiner Mutter zu besuchen und blieb. Der ehemalige Wirtschaftsanwalt hat das Gebäude zurückgekauft und das Schloss mit 60 Räumen komplett saniert.

Der Gasthof in Naundorf "Am Waldesrand" hat einen guten Ruf. 1909 erwarben Vorfahren von Annett Schädel das Haus an der B 67. Die Wirtin betreibt das Gasthaus mit Leidenschaft, in der Woche geht der Partyservice besonders gut, am Wochenende das Ausflugsgeschäft. Zu Ostern gab es früher Lamm, heute wollen die Leute lieber Wild. Sie sei glücklich mit Ihrem Beruf: "Ich kenn’s nicht anders, bin hier groß geworden." Auch Ernst Kuske ist alteingesessen aus Hillmersdorf. Der ehemalige Abschnittsbevollmächtigte der Volkspolizist macht noch heute mit seinen Zweitaktern von sich reden. Der leidenschaftliche Schrauber ist mit Wartburg oder Trabant-Cabrio unterwegs. Ulli Zelle durfte sogar an das Steuer seines Wartburgs De Luxe, gebaut 1965. So konnte Ernst Kuske auch Ulli Zelle begeistern.

Schnappschüsse vom Drehtag

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