Quelle: Ben Linse
Ben Linse
Bild: Ben Linse

Brandenburg - Buckow - Ulli Zelle ist in der Kurstadt Buckow unterwegs

Vater und Sohn auf dem Schermützelsee +++ Brecht und Weigel im Sommerhaus +++ Mutter und Tochter in der „Gastgeberei“

Der Kneipp-Kurort zieht jedes Jahr viele Touristen und Erholungssuchende an. Inmitten der Märkischen Schweiz gelegen war Buckow der Sommersitz von Bertolt Brecht und Helene Weigel. Ein Museum erinnert daran. Ulli Zelle lernt aber auch Orte jenseits der bekannten Touristenziele kennen und trifft Menschen, die in Buckow zuhause sind.

Auch im Herbst schippert es sich gut über den Schermützelsee, einen der vielen Seen rund um Buckow. Die Kapitäne Wolfgang und Christian Katerbau steuern von April bis einschließlich Oktober die "Scherri" im Stundentakt. Es ist immerhin das zweitälteste Schiff Deutschlands, das noch in Betrieb ist. 1879 lief der Dampfer in Hamburg vom Stapel.

Das Kneippsche Gesundheitskonzept hat sich seit 150 Jahren in Buckow weiterentwickelt und prägt den Ort bis heute. Kneippsche Anwendungsmöglichkeiten findet auch der Tourist in den verschiedensten Einrichtungen oder am Flüsschen Stobber.

Der Kneipp-Kurort Buckow

Im Kurort gibt es heute mehrere Klinken. Die Altstadt hat schön sanierte Häuschen, viele Cafés, Restaurants, Pensionen, Kunst- und Kultureinrichtungen. Da reicht ein Tag in Buckow kaum aus, um alles zu entdecken. Viele schätzen den Gesundheitsaspekt und so geben sich zahlreiche Wanderer und Radler in der Kleinstadt ein Stelldichein.

Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Stadt einen Eisenbahnanschluss. Damit begann der rasante  Aufschwung Buckows als Kurort, vor allem für Berliner. Von der Bahn vor 20 Jahren stillgelegt sind es heute vor allem Eisenbahn- Liebhaber, die sich dieser historischen Strecke und ihrer alten Kleinbahn widmen. Von Mai bis Oktober fahren an den Wochenenden zwischen Buckow und Müncheberg historische Züge. Betrieben wird die Strecke von den Buckower Eisenbahnfreunden.

Der Schmied Holger Rüdrich ist ein kreatives Multitalent! Er arbeitet nicht nur mit Eisen, seine Materialien sind ebenso Holz und Stein. Er fertigt Messer, Bratpfannen oder Gartengeräte, aber auch Musikinstrumente und Kunstobjekte. Sein Spektrum scheint unerschöpflich und kann im Verkaufsraum angeschaut werden.

Ulli Zelles Begegnungen

Wer nach Buckow fährt muss ins Brecht-Weigel-Haus gehen! Teile ihres Sommerhauses direkt am See sind heute Museum und man kann den großen Theaterleuten in den Räumlichkeiten nachspüren. Jedes Jahr findet dort der Literatursommer statt.

Theater ist bis heute wichtig in der Stadt. Ila Schöppe ist in Buckow aufgewachsen und vor 20 Jahren nach Pädagogikstudium und Schauspielausbildung mit viel Enthusiasmus in die Märkische Schweiz zurückgekehrt. Zunächst hat sie im Freilichttheater im Zentrum des Schlossparks inszeniert. Seit 2006 betreibt sie das "THEATERuntendrunter".

Ila Schöppe war eng verbunden mit der Schauspielerin Käthe Reichel, einer Freundin Bertold Brechts. Sie hat bis zu ihrem Tod 2012 gegenüber auf der anderen Seite des Buckowsees gewohnt. Das Haus hatte ihr einst Bertolt Brecht geschenkt. Heute gehört es Jens Wandel, der alles original erhalten hat und viele Geschichten über Käthe Reichel erzählen kann. Interessierte können sich von ihm durch das Haus der Schauspielerin führen lassen.

Buckower Ansichten

Das erste serienreife, stylische Holz-Fahrrad kommt aus Buckow. Das Design passt irgendwie in die Märkische Schweiz und ist der ganze Stolz von Matthias Broda. Immerhin kommt das Eschenholz aus der Region. Er hat es mit Unterstützung der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde entwickelt. Angeboten werden eine Touren- und eine Rennradvariante.

Hella und Theresa Schüler- Mutter und Tochter - haben sich mit ihrem Haus einen Traum erfüllt. In der „Gastgeberei“ haben die beiden  Räume kreiert, in denen sich die Gäste rundum wohlfühlen. Jedes Zimmer ist einzigartig und sehr individuell gestaltet. Außerdem haben sie ein zweites Standbein. Sie entwerfen Schablonen, mit denen ihre Kunden alles Denkbare mit Motiven bemalen können.

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