Quelle: Ben Linse
Bild: Ben Linse

Brandenburg - Potsdam - Ulli Zelle lernt Potsdam - West kennen

Unerschrocken auf der Scholle +++ Privatier in alter Villa +++ Herbstputz für den Park

Ulli Zelle begibt sich heute auf einen Stadtteilspaziergang. Potsdam - West grenzt an den westlichen Teil von Park Sanssouci. Das Stadtgebiet hat sehr viele Gesichter: Villen und Neubaugebiet, Park und Havel, alter Luftschiffhafen und Kleingärten. Hier leben noch Jung und Alt beieinander, viele Kreative und Menschen, die sich für den Stadtteil bürgerschaftlich engagieren.

Die Scholle ist die Geschwister-Scholl- Straße. Und die Nummer 34 war früher einmal ein beliebtes Ausflugslokal für die Besucher von Sanssouci. Acht Jahre lang wurde das Areal nicht bewirtschaftet und der Verfall des architektonisch besonderen Gebäudes schreitet massiv voran. Doch es kehrt wieder neues und ein ganz anderes Leben ein. Die Scholle 34 ist nun ein Nachbarschaftsgarten.

Netzwerker, Kreative, Grenzgänger, viele arbeiten hier zusammen. Das Projekt wird vom Stadtteilnetzwerk Potsdam-West betrieben. Das Gebäude soll irgendwann auch genutzt werden – als Nachbarschaftshaus. Das wünschen sich viele. Noch wird nach einem Fördertopf gesucht.

Die Scholle 54 passt irgendwie dazu. Es ist ein Atelierhaus, in das sich Künstler jeglichen Couleurs günstig einmieten können. Aber die Leute hier sind nicht nur kreativ sondern pflegen auch Gemeinschaft. Jeden Mittag wird gekocht und gemeinsam gegessen.

Und auch hier geht es um Leerstand und einer Wiederbelebung. Allerdings mit großem Stil. Die Villa Herzfeld wurde 1904 im Neobarock-Stil erbaut. Dazu gehört ein 1000 m² großes Grundstück. Der erste Besitzer war der Potsdamer Gustav Herzfeld. Zu DDR-Zeiten wurde das Haus als Kindergarten und Schule genutzt. Nach der Wende stand es leer. 2009 hat der Bielefelder Unternehmer Dirk Westerheide das denkmalgeschützte Haus umfassend kernsaniert und modernisiert. Nun veranstaltet er in seinem luxuriösen Domizil Salongespräche.

Einblicke in den Stadtteil Potsdam - West

Für manch einen ist der Herbst die sinnlichste Jahreszeit im Park Sanssouci - ein melancholischer Abgesang. Für die Gärtner ist der Herbst buchstäblich mit haufenweise Arbeit verbunden. Sie sorgen dafür, dass der Park auch in dieser Jahreszeit seinen ganz besonderen Reiz hat und viele Besucher anlockt. Im Yachthafen ist zurzeit viel los. Hier hat eine Frau den Hut auf. Maria Ruge sorgt dafür, dass alle Boote gut aus dem Wasser kommen und in ihr Winterquartier. Etwa 400 werden es in diesem Herbst noch sein. Wer sich also dafür interessiert kann die Yachten bestaunen, die noch im Hafen liegen.

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